Gelbe Karte für Werkzeug-Dieb

Erstellt am 26. Juli 2017 | 18:15
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Prozess
Foto: shutterstock.com/sergign
Um Familie zu unterstützen, ließ Arbeiter Geräte und Material bei Voestalpine mitgehen.

Die Armut seiner Familie – speziell die Krankheit der Mutter – stürzten einen jungen Rumänen ins Kriminal. Der Mann war bei der Voestalpine beschäftigt. Um seinen Lohn aufzubessern, ließ er dort im Vorjahr immer wieder Werkzeug und Material in einem Gesamtwert von rund 24.000 Euro mitgehen.

Am Landesgericht in St. Pölten musste er sich deshalb nun vor dem Richter verantworten. Der 26-Jährige legte ein umfassendes Geständnis ab. Mit dem Urteil ist der Angeklagte glimpflich davongekommen: Der Verteidiger betonte, dass die gesamte Beute unbeschädigt und ungeöffnet zurückgegeben wurde. Es sei für die Firma kein Schaden entstanden.

Es setzte zehn Monate auf Bewährung. Mildernd wirkten dabei laut Richter Slawomir Wiaderek auch die Tatsachen, dass der junge Mann immer einer Beschäftigung nachging und einen ordentlichen Lebenswandel pflegte.

Nach kurzer Absprache mit seinem Anwalt nahm der 26-Jährige das Urteil an. „Das ist eine gelbe Karte, beim nächsten Mal geht es nicht so glimpflich aus“, gab Wiaderek dem Verurteilten mit auf den Weg.