Toni Heinzl: „Er war einfach der Rudi“. St. Pöltens Sozialdemokraten zeigen sich betroffen vom Tod des früheren Sozialministers und ÖGB-Präsidenten.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 26. August 2019 (18:06)
SPÖ
„Uns verband eine enge Freundschaft“, sagt SP-Urgestein Anton Heinzl über den verstorbenen

Betroffenheit herrscht in der Landeshauptstadt nach dem überraschenden Ableben des früheren Sozialministers und ÖGB-Präsidenten Rudolf Hundstorfer. „In meiner Zeit im Nationalrat hatte ich lange und viel mit ihm zu tun“, berichtet SP-Urgestein Anton Heinzl.

Er schätzte besonders die bodenständige Art Hundstorfers. „Wenn wir ihn in der Region gebraucht haben, dann ist er gekommen“, erinnert sich Heinzl, dass Hundstorfer auch bei einigen Bällen der SPÖ mitgefeiert hat.

Als Sozialminister seien ihm die Geschützte Werkstätte und die Tagesstätte besondere Anliegen gewesen. Aber vor allem aber habe ihn mit Hundstorfer eine Freundschaft verbunden. „Er hat nie den Minister herausgekehrt. Er war einfach der Rudi“, erinnert sich Heinzl.

privat
Für Matthias Stadler (Mitte) geht mit Rudolf Hundstorfer ein wichtiger Förderer der Stadt verloren. privat

„Mit Rudolf Hundstorfer geht auch ein Freund und Förderer der Stadt und des Bezirkes St. Pölten von uns“, zeigt sich Bürgermeister Matthias Stadler betroffen von der plötzlichen Todesnachricht. „Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.“ Acht Jahre war Hundstorfer Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz „Die Aufgaben als Minister hat er mit besonderer Ernsthaftigkeit wahrgenommen, was ihm über die Parteigrenzen hinweg Respekt verschafft hat“, würdigt ihn Stadler.