Tierpflege in St. Pölten in Corona-Zeiten. Auch wenn Museen und Anlagen keine Besucher haben, muss sich dennoch jemand um Tiere kümmern.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 08. April 2020 (04:16)
Davor Stojanovic mit einem Kaninchen des Tierschutzheimes. Patenschaften für Heimtiere sind eine Möglichkeit zur Unterstützung.
Theo Kust

Menschenleer präsentieren sich dieser Tage nicht nur die Straßen St. Pöltens, sondern auch die Parks und Museen. Menschenleer bedeutet aber nicht, dass kein Leben darin herrscht, denn die Tiere des Hammerparks oder des Hauses der Natur sind trotz der Coronakrise noch da und müssen auch gepflegt und umsorgt werden.

Im Haus der Natur versuchen die Tierpfleger, den Rhythmus der Tiere nicht zu stören und das, obwohl von „Hochbetrieb auf Basisbetrieb umgestellt wurde“, erklärt Geschäftsführer Matthias Pacher. Die Futterzeiten müssen eingehalten werden. Um einen reibungslosen Ablauf kümmern sich Dreierteams, die in einem Dienstrad eingeteilt sind. „Der Abstand ist auch hier wichtig“, betont Pacher. Die Arbeiten würden genauso erledigt wie bisher, nur die Ausbesserung an Terrarien werde derzeit hintangestellt.

Der russische Stör, auch „Waxdick“ genannt, wird in Zeiten der Coronakrise von Pflegern des Hauses der Natur genauso umsorgt.
Benedikt Reisner

Die Tiere im Hammerpark und im Stadtwald werden auch in der Krise von den Mitarbeitern der Stadtgärtnerei versorgt. Heu und Futtermittel sind laut Auskunft des Magistrats, ausreichend vorhanden. Das Personal werde für die Pflege der Tiere ausgesucht und wechselt wöchentlich.

Die Coronakrise hat auch einige Veränderungen im St. Pöltner Tierschutzheim gebracht. Derzeit sind beispielsweise 36 Hunde im Tierheim, mit denen die Betreuer Gassi gehen müssen. Externe Spaziergänger sind in diesen Tagen nicht erlaubt. „Auch wenn wir oft deswegen angefragt werden. Menschen wollen sich Hunde für ein paar Wochen ,ausborgen’“, erklärt Obmann Willi Stiowicek. Die Mitarbeiter des Tierheimes haben untereinander möglichst wenig Kontakt, damit sie sich nicht anstecken und so der Betrieb aufrecht erhalten werden kann.

Der Flohmarkt des Tierschutzheimes am 17. Mai, kann wohl nicht stattfinden. Mit Tierpatenschaften ist es aber auch in der Coronazeit möglich, das Tierheim zu unterstützen. Nähere Informationen dazu gibt es unter tsvstp.at/tierpatenschaften.