Spital-Security ist ein Thema. Landeskliniken-Holding zieht Einsatz von Wachdienst in Erwägung, um die Sicherheit zu erhöhen.

Von Thomas Werth. Erstellt am 13. August 2019 (04:22)
Werth
In der Notfallambulanz des St.Pöltner Universitätsklinikums könnte sich die Polizei Securitys vorstellen. Die Holding prüft allgemein den Einsatz von Sicherheitskräften in den Spitälern.

 Dass die Aggressivität von Patienten und Angehörigen gegenüber dem Spital-Personal zunimmt, bestätigen nach dem NÖN-Bericht auch Leser, die sich mit ihren Erfahrungen an die Redaktion gewandt haben. Häufig gefordert werden dabei Securitys.

„In gewissen Spezialambulanzen im Krankenhaus beziehungsweise in Notaufnahmen bei Nacht sollte das seitens der Holding durchaus überlegt werden“, meint auch Bezirksärztevertreter Andreas Barnath. Generell meint er: „Die Zustände, was den Zutritt zu öffentlichen Spitälern betrifft, sind generell mittelalterlich.“

Diese seien ein Grund für immer wiederkehrende Diebstähle. „Auch der Datenschutz der Patienten wird sträflich vernachlässigt, wenn man als Besucher ohne Kontrolle auf die Bettenstationen gehen und in jedes beliebige Zimmer hineinspazieren kann“, kritisiert Barnath.

Türen neuer Stationen in der Nacht gesperrt

„Es gibt Arbeitsgruppen in der Landeskliniken-Holding, die sich regelmäßig mit dem Thema Sicherheit befassen und mögliche Maßnahmen evaluieren. Dazu gehören auch Überlegungen zum Einsatz von Sicherheitspersonal“, erklärt Krankenhaus-Sprecher Thomas Wallner.

Derzeit werden im Falle aggressiver Personen als erster Schritt Kollegen gerufen. Für die Exekutive sind Securitys am ehesten in der Notfallaufnahme sinnvoll. „Dorthin werden wir häufiger gerufen, weil Patienten aggressiv geworden sind“, heißt es vom Stadtpolizeikommando.

„Generell weisen wir darauf hin, kaum Bargeld oder Wertgegenstände mit ins Klinikum zu nehmen.“

Um Diebstähle zu vermeiden, gebe es laut Wallner seit Längerem die Möglichkeit, Wertsachen in einem Safe im Zimmer zu deponieren: „Generell weisen wir darauf hin, kaum Bargeld oder Wertgegenstände mit ins Klinikum zu nehmen.“ Bei der Zutrittssituation habe es bereits Besserungen gegeben.

„Die Zugänge sind bei allen neuen Stationen in der Nacht gesperrt. Sie können nur mit Mitarbeiterkarte oder via Videosprechanlage betreten werden“, so Wallner. Zudem wurde die Videoüberwachung ausgebaut.

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