Illegale Mountainbike-Strecke neben der Traisen entdeckt

Erstellt am 17. Mai 2022 | 09:54
Lesezeit: 2 Min
New Image
Foto: Arman Kalteis
Kurz vor der Julius-Raab-Brücke, am rechten Traisenufer, wurde in St. Pölten eine selbst gebastelte Mountainbike-Strecke gefunden. Jugendliche hatten sich anscheinend Trails, Rampen und Löcher in einem Waldstück gebaut. Allerdings ist die Strecke nicht legal.

Der Hinweis auf die illegale Mountainbike-Strecke kam von Spaziergängern. Das große Problem: Um Erde für die Rampen zu bekommen und durch die gegrabenen Löcher wurde der Hochwasserdamm beschädigt. Das sei nicht nur rechtswidrig, sondern auch gefährlich, heißt es von der Stadt. Im Fall eines Hochwassers kann es zu Unterspülungen und Verwirblungen des anschwemmenden Wassers führen. 

Das erhört das Risiko einer Überschwemmung der umliegenden Siedlungen, da der Wasserabfluss verschoben werden kann. Außerdem wurde auch der Waldboden und die Pflanzen, wie zum Beispiel junge Bäume, rund um den Trail, wie eine solche Strecke in der Fachsprache genannt wird, beschädigt.

Auf der Suche nach einem Kompromiss

Das weitere Bauen und Befahren der Strecke ist ab sofort untersagt, auf Grundlage des Wasserrechtsgesetz 1959 und dem Forstgesetz 1975, stellt der Magistrat in einer Aussendung fest. Die Stadt ist allerdings um eine Lösung bemüht. St. Pölten wäre bereit Ersatzflächen, auf denen legale Trails errichtet werden dürfen, zu finden. Dafür müssten sich Interessenten bei der Baudirektion der Stadt melden. 

Angst vor rechtlichen Folgen muss keiner haben. Die Stadt will Sport- und Mountainbike-Enthusiasten unterstützen und eine Lösung finden, die für alle Beteiligten und auch die Natur verträglich ist.