Großeinsatz wegen "Fehlalarm"

Besorgte Radfahrerin rief die Feuerwehr. Angeblich brannte der Eierhof in Wielandsberg. 16 Feuerwehrmannschaften alarmiert. Doch es war nur ein Reisighaufen.

Erstellt am 20. September 2021 | 11:51
Feuerwehr Symbolbild
Symbolbild
Foto: LukeOnTheRoad, Shutterstock.com

Großeinsatz in Wielandsberg am Mittwochabend. Eine Radfahrerin sah Rauch und dachte, es brennt auf einem landwirtschaftlichen Anwesen. Sofort rief sie die Feuerwehr. 34 Mann und sechs Einsatzfahrzeuge waren von der Wilhelmsburger Stadtfeuerwehr vor Ort; insgesamt wurden 16 Feuerwehrmannschaften alarmiert. "Hinter einem Acker brannte ein kleiner Haufen“, schildert Feuerwehrkommandant Rudolf Schenk.

Betroffen war der Eierhof von Landwirt Franz Lanner. Seine Frau Barbara hatte, erzählt er, die Reste eines Reisighaufens zusammengerecht, die sie dann verbrannte. Es sei lediglich ein kleiner Haufen am Acker gewesen. "Unverantwortlich von dieser Radfahrerin, den Notruf ausgelöst zu haben, ohne sich zu überzeugen, was wirklich Sache war und was da brennt. Meine Frau ließ das Feuer nicht unbeaufsichtigt“, ärgert sich Lanner.

Was angeblich verbrannt wurde, reiche, meint er, an das Spiel  „Stille Post“. "Die Rede war von leeren Eierschachteln bis hin zu Eierkisten. Schlussendlich waren es nur Reisigästchen!", beteuert er.

Ob harmlos oder nicht: Das Verbrennen von Materialien im Freien ist aber, auch unter Aufsicht, nicht gestattet. „Dann verstößt man gegen Paragraph 3 des Bundesluftreinhaltegesetzes. Weder das punktuelle noch flächenmäßige Verbrennen biogener als auch nicht-biogener  Materialien ist erlaubt“, heißt es seitens der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten. Die Höchststrafe beläuft sich auf 3.630 Euro.