Weiterhin keine Spur von St. Pöltnerin. Günther Luger und sein Sohn Pascal hoffen weiter auf Rückkehr von Mama Manuela. Verein "Österreich findet Euch" würde Hilfe anbieten.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 13. Januar 2021 (14:22)
Pascal hat seit 21. November von seiner Mutter nichts mehr gehört.
Günther Luger

"Ich habe keine Ahnung, wo sie ist. Es gibt keinen Anhaltspunkt." Verzweifelt ist Günther Luger. Seine Frau Manuela bleibt weiter verschollen.

Er gibt die Hoffnung nicht auf, dass die 45-Jährige gefunden wird. "Sie hat ja keinen Reisepass, keine E-Card bei sich, auch sonst hat sie keine persönlichen Gegenstände dabei. Irgendwo muss sie ja doch einmal auffallen", meint er. Luger glaubt aber nicht, dass sich seine Gattin noch in der Landeshauptstadt aufhält. "Da hätte man sie sicher schon gesehen oder erkannt", mutmaßt er.

Trotz seines mehrfachen Aufrufs via Medien gibt es keine Reaktion seiner Frau - obwohl ihr elfjähriger Sohn Pascal weiter zu Hause ohne seine Mama ist.

"Er hat es jetzt hingenommen", erzählt Luger über die momentane Reaktion des gemeinsamen Kindes zum Verlust der Mutter. Manchmal sei das natürlich sehr traurig,  weil Pascal keine Mama mehr hat, so wie am Mittwochvormittag.

Pascal Luger, dessen Mama verschollen ist, ist am Mittwochvormittag ausgerutscht und musste ins Spital.
Günther Luger

"Da ist Pascal gestürzt und hat sich am Handgelenk verletzt. Die Schule brachte ihn sofort ins Spital. Ich bin dann umgehend mit dem Bus ins Krankenhaus gefahren, um ihn abzuholen."  Derzeit hätten noch beide Elternteile die gemeinsame Obsorge. " Am 11. Februar habe ich aber diesbezüglich einen Gerichtstermin", sagt er. 

Bei der Polizei weist man abermals daraufhin, dass die Frau aufgrund ihrer Volljährigkeit ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen könne. Es liege derzeit kein Verdacht auf ein Verbrechen vor.

Christian Mader, Beamter im Bundeskriminalamt und ehemaliger Leiter der Wiener Abgängigenfahndung, ist Vorsitzender des Vereins "Österreich findet Euch". Er meint auf NÖN-Anfrage, dass man unbedingt die Sache weiterverfolgen soll, denn: "Es besteht eine aufrechte Abgängigenfahndung nach dem Sicherheitspolizeigesetz. Der Gatte äußert Bedenken. Man weiß ja nicht, was seit ihrem Untertauchen möglicherweise passiert ist. Es kann sein, dass es ihr gut geht, aber natürlich kann nicht automatisch ein Unfall, Verbrechen oder Freitod ausgeschlossen werden." Gerade, wenn ein minderjähriges Kind zu Hause wartet, sei es wichtig, solche Fälle weiterzuverfolgen. Sein Verein biete  immer Betroffenen Unterstützung an. Auf der Webseite www.oesterreichfindeteuch.at könnten diese ein Vermisstenprotokoll ausfüllen. Der Verein würde dann unter Einhaltung aller rechtlichen Voraussetzungen Daten rund um die Person teilen und so bei der Suche helfen.

Günther Luger hat selbst via FB eine Suche gestartet, aber bislang erfolglos. Er weiß, dass er eine Rückkehr seiner Gattin nicht erzwingen kann, die Hoffnung auf ein gemeinsames Familienleben gibt er jedoch nicht auf.

Die NÖN berichtete: Am 21. November 2020 verließ die Reinigungskraft in den frühen Morgenstunden den gemeinsamen Haushalt. Zwei Tage zuvor war sie von ihrem Arbeitsplatz nicht nach Hause gekommen, die Polizei griff sie aber bei der Unterführung der S 33 auf und brachte sie nach Hause. Wenige Stunden später war sie wieder weg, "ohne persönliche Gegenstände, ohne Sohn, aber mit 2.000 Euro", wie Luger erzählte.