Ärger über die Baustellen im Raum St. Pölten. Engstellen, fehlender Zebrastreifen und scheinbar unnötige Sanierung bringt St. Pöltner auf.

Von Thomas Werth und Nadja Straubinger. Erstellt am 15. Oktober 2019 (05:02)
Nadja Straubinger
Die Baustelle in der Landsberger Straße besteht noch bis Anfang November.

Zu lange, unnötig oder unvollständig: Einige Baustellen in der Stadt sorgen für Unverständnis bei Anrainern.

Landsberger Straße:

Zu lange dauert mittlerweile Anrainern die Baustelle in der Landsberger Straße, wo seit Anfang Juli Leitungen getauscht werden. „Sie wurde nun ein weiteres Mal bis Ende Oktober verlängert“, ärgert sich ein Anrainer. Doch eine Gesamtbauzeit bis Anfang November sei laut Martin Petermann von der städtischen Bauabteilung von Anfang an geplant gewesen. Zur Verwirrung habe laut Petermann möglicherweise beigetragen, dass die verkehrsrechtliche Bewilligung für jede einzelne Firma separat ausgestellt wurde. Für Verwunderung sorgte auch der Lup, der sonntags gegen die Einbahn fährt. „Dafür gibt es eine Ausnahme, da dann die Baustelle ruht“, erklärt Rathaussprecher Heinz Steinbrecher.

Spratzerner Kirchenweg und Karl-Pfeffer-Gasse:

Hier herrscht grundsätzlich ein Fahrverbot mit der Zusatztafel „ausgenommen Zufahrten und Radfahrer“. „Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h wie vor den anderen Kindergärten gibt es nicht“, zeigt sich ein Anrainer verwundert. Außerdem wurden die Absperrsteine am Weg in den Spratzerner Kirchenweg nicht mehr platziert. Sie wurden laut Magistrat entfernt, da der Abschnitt der Karl-Pfeffer-Gasse derzeit geschottert ist. „Bis zur Asphaltierung im Frühjahr 2020 sollen sie wieder aufgestellt werden“, sagt Steinbrecher.

Nadja Straubinger
Das Verfahren für einen Zebrastreifen in der Rödlgasse läuft noch.

Gewerbegebiet Rödlgasse:

Ende Februar gab es für die Anrainer eine Vorausschau für das Gewerbegebiet in der Rödlgasse. Damals habe Jens de Buck berichtet, dass ein Zebrastreifen vom Merkur zu den Geschäften bewilligt sei. Die Anrainer fragen sich nun, warum das noch nicht umgesetzt wurde. Laut Steinbrecher sei das Verfahren im Laufen. Zeitplan gibt es keinen.

L 5181:

Bereits abgeschlossen ist die stückweise Sanierung der L 5181 beim Flugplatz Völtendorf südlich der Kreuzung mit der Ober-Grafendorfer Straße. Für einige ist die Maßnahme unverständlich, soll doch dieser Abschnitt der Straße durch den Bau der S 34 nach Osten verlegt werden. „Bis dahin hätte sie schon noch gehalten“, sind sie überzeugt.

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Die L5181 in Völtendorf wurde stellenweise saniert.

Dem entgegnet Gerhard Fichtinger von der Landesstraßenabteilung: „Wir mussten vor dem Winter handeln, sonst wären die Schäden durch den Frost massiver geworden.“ Außerdem erklärt Leopold Lechner von der Asfinag, dass noch nicht fix ist, ob die L 5181 verlegt wird oder doch an der Stelle bestehen bleibt.

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