Elf Monate für Schlag. 26-Jähriger fasst nach Schlägerei in der Gruppe bedingte Haft wegen versuchter schwerer Körperverletzung aus.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 27. Mai 2019 (03:39)
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Symbolbild 

Vor zwei Jahren gab es Prügel für einen St. Pöltner auf dem Volksfest. Sieben Schläger wurden deswegen schon verurteilt. Jetzt sitzt auch noch ein 26-jähriger Traismaurer wegen versuchter schwerer Körperverletzung vor dem Richter. Mit Fäusten und Füßen soll er im Mob das damals 21-jährige Opfer malträtiert haben.

Der Angeklagte bekennt sich schuldig, betont allerdings: „Ich habe nur einmal mit der Faust zugeschlagen.“ Und er sei erst der Dritte gewesen, der hingehauen hat, zeigt sich der bisher Unbescholtene reuig.

Der Verprügelte kommt in Begleitung der Justizwache in den Gerichtssaal, er verbüßt derzeit eine Haftstrafe. Acht ihm Unbekannte seien beim Volksfest auf ihn losgegangen und hätten ihn geschlagen, schildert er.

„Ich musste ziemlich einstecken“

Das Resultat: eine Platzwunde, Nasenbeinbruch, Gehirnerschütterung, zwei gebrochene Finger und zwei abgebrochene Zähne. „Ich musste ziemlich einstecken“, betont der St. Pöltner, der Schmerzengeld in Höhe von 3.000 Euro fordert.

„Die Verletzungen waren massiv. Die anderen wurden auch verurteilt, das wird er mittragen müssen“, sagt der Staatsanwalt. Beim Strafmaß orientiert sich der Richter an den vorherigen Verteilungen. Elf Monate mit einer Probezeit von drei Jahren fasst der Traismaurer aus. Weil die Verletzungen nicht direkt zugewiesen werden können, werden finanzielle Ansprüche auf den Zivilrechtsweg verwiesen.