Von Düsseldorf lernen

Erstellt am 30. Oktober 2014 | 06:01
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Foto: NOEN, Daniel Lohninger
Wirtschaftsreise nach Nordrhein-Westfalen zeigte, dass wachsende Städte vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

 Bis zu zehn Baumaschinen der Wirtgen-Group waren auf der A1-Baustelle im Auftrag der Strabag pro Tag im Einsatz. Beide Betriebe haben eines gemeinsam: Sie spielen die erste Geige in Nordrhein-Westfalen – dort also, wo die Reise der St. Pöltner Wirtschaftsdelegation hinging. Die Wirtgen-Group ist Weltmarktführer bei Baumaschinen, die Strabag deren Top-Kunde in Europa. Und: Der St. Pöltner Hans Kirchknopf ist Geschäftsführer der europaweit agierenden Strabag-Tochter SAT mit Sitz in Köln.


Viele Verknüpfungen also zwischen St. Pölten, Köln und Düsseldorf, die auch in den Gesprächen mit Management-Runden und den Bürgermeistern von Düsseldorf und Köln vertieft wurden. Auch die wichtigsten Themen sind in allen drei Städten gleich – Wachstum, Wohnen, Verkehr. Die Lösungsansätze sind aber mitunter unterschiedlich. So muss im schuldenfreien Düsseldorf jeder Wohnbau-Investor verpflichtend auch in soziale Wohnbau-Projekte investieren.

Köln als weiteres Vorbild der Landeshauptstadt

In Köln wiederum setzt man auf neue Mobilitäts-Konzepte – auch, weil junge, gut ausgebildete Leute heute nicht mehr vom Haus im Grünen träumen, sondern stattdessen autofrei im Zentrum leben wollen. Für St. Pölten von großem Interesse: Köln setzt erfolgreich auf Kongress-Tourismus. Das Geschäft macht man dort aber großteils mit den kleinen Kongressen (bis 100 Teilnehmer).

Das Fazit? „Herangehensweise und Strategien sind in Deutschlands stärkster Wirtschaftsregion jenen in Niederösterreich und St. Pölten sehr ähnlich“, zog Bürgermeister Matthias Stadler Bilanz. Ein Gegenbesuch des Kölner Management-Clubs sei bereits vereinbart.