Aufregung um Vesna Schuster und Eiernockerl-Bild. FP-Abgeordnete Vesna Schuster findet Vorwurf lächerlich. Sie habe selbst 200 Kochbücher und poste auch immer wieder Essensbilder.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. September 2019 (11:29)
FPÖ
Die St. Pöltnerin Vesna Schuster bestreitet die Vorwürfe.

Erneute Aufregung um einen FP-Landtagsabgeordneten: Der NÖN wurde Material übermittelt, laut dem auch die Landtagabgeordnete Vesna Schuster mit dem 20. April, dem Datum von Hitlers Geburtstag, in Berührung kam. Anders als der mittlerweile suspendierte FP-Klubobmann Martin Huber, der in einem Facebook-Posting allen „die heute Geburtstag haben“, gratulierte, „likte“ Schuster ein Foto von „Eiernockerln“ und dem darunter stehenden Satz „So, und nun ab nach Hause, die Eiernockerln warten schon“ am 20. April.

Das Posting wurde damals, laut „FPÖ Fails“ von einem szenebekannten Rechtsextremen abgesetzt. Der Zusammenhang zwischen dem 20. April (Hitlers Geburtstag) und Eiernockerln (Hitlers Lieblingsspeise) ist vor allem in der rechten Szene ein gängiges Spiel und sorgt immer wieder für Aufregung. Die angebliche Lieblingsspeise Hitlers wird dabei gepostet, um die Gesinnung offen zu zeigen.

"Beschäftige mich nicht 24 Stunden und sieben Tage die Woche mit irgendwelchen Codes oder dubiosen Zeichen“

Mit dem Posting ist die gebürtige Melkerin Schuster aber nicht das erste Mal konfrontiert, die Facebook-Gruppe „FPÖ-Fails“ hat das Foto bereits ebenso publik gemacht.

Schuster selbst findet die Interpretation lächerlich: „Ich habe vor drei Jahren ein Foto einer Speise auf Facebook gelikt. Ich beschäftige mich nicht 24 Stunden und sieben Tage die Woche – so wie scheinbar einige Aktivisten und politische Gegner – mit irgendwelchen Codes oder dubiosen Zeichen.“

Die FP-Abgeordnete betont gegenüber der NÖN auch, dass sie selbst regelmäßig Speisen auf Facebook poste und immer wieder Essensbilder like. „Ich darf auch mitteilen, dass ich rund 200 Kochbücher zu Hause habe, monatlich das GUSTO-Magazin erwerbe und in der Facebook-Gruppe ‚Susis Kochideen‘ Mitglied bin“, will sich Schuster nicht ins rechtsextreme Eck schieben lassen.