Jedes siebte Packerl wird online bestellt. Einkaufen im Internet ist in Niederösterreich kein urbanes Phänomen mehr.

Von Martin Möser. Erstellt am 17. Dezember 2018 (16:17)
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Immer mehr Niederösterreicher nutzen das Internet für ihren Weihnachtseinkauf. „Online-Shopping war früher ein urbanes Thema, mittlerweile aber strecken sich die Online-Einkäufe über ganz Österreich und sind kein urbanes Phänomen mehr“, weiß Geschäftsführer Robert Hadzetovic von der Einkaufsplattform Shöpping.

Laut KMU Forschung Austria ist jedes siebte Geschenk der Niederösterreicher online bestellt. Der Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer NÖ Franz Kirnbauer geht von einer Steigerung von fünf bis sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. „Genau kann man das aber erst nach dem Weihnachtsgeschäft beurteilen.“

Doch was legen die Niederösterreicher eigentlich unter den Christbaum? Neben Gutscheinen finden sich dort alle Jahre wieder die neusten Smartphones, aber auch Kleidung, Bücher oder Sportartikel. Die Niederösterreicher überraschen zu Weihnachten im Durchschnitt sieben Personen mit Geschenken.

Das ergab eine Umfrage der KMU Forschung Austria. Die Planungen für die Weihnachtsgeschenke beginnen demnach meist schon vier Wochen vor dem Heiligen Abend. 37 Prozent der Befragten gaben allerdings an, erst in der zweiten Dezemberhälfte Geschenke zu kaufen.

Davon weiß auch Marie Hoffmann von Niederösterreichs größtem Einkaufszentrum, der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf, zu berichten: „Die Early Buyer haben schon gekauft, am kommenden Samstag kommen dann die letzten.“ Die Manager der niederösterreichischen Einkaufszentren sind zufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft, auch wenn Mariä Empfängnis dieses Jahr auf einen Samstag fiel. „Durch den Feiertag verschiebt sich alles, dafür ist aber unter der Woche deutlich mehr los“, erklärt Christian Stangl vom Fischapark in Wr. Neustadt.

Aber auch für den Online-Handel ist der heurige Kalender nicht ideal, betont Hadzetovic: „Weihnachten fällt auf einen Montag, deswegen wird verhältnismäßig früh aufgehört zu bestellen, da die Kunden befürchten, Lieferungen kommen nicht rechtzeitig an.“
Übrigens: Bis 20. Dezember müssen Pakete bei der Post aufgegeben werden, damit sie rechtzeitig vor dem Fest eintreffen.

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