Ein klassischer grauer November in St. Pölten. Trüb, trocken und schneefrei – der vergangene Monat brachte wenig Überraschungen.

Von Caroline Böhm. Erstellt am 01. Dezember 2020 (19:22)
Symbolbild
APA (dpa)

Weder nach oben noch nach unten zeigte das Thermometer im November besondere Ausreißer. Durchschnittlich betrug die Temperatur fünf Grad. Am 2. November konnten sich St. Pöltner über 18,6 Grad freuen, während sie am 22. November bei -3,2 Grad frösteln mussten. Insgesamt gab es sechs Tage mit Minusgraden. Laut Alexander Orlik, Klimatologe bei der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), alles „ganz normal“.

Gleichzeitig wurde der November seinem grauen und trüben Ruf gerecht. Die Sonne zeigte sich wenig. Dabei blieb es allerdings sehr trocken. Es fiel rund 70 Prozent weniger Niederschlag als sonst. Tragisch findet Orlik diese Trockenheit nicht. Ohnehin sei die Vegetation jetzt nicht mehr aktiv und nicht auf Regen angewiesen, außerdem sei die Verdunstung niedrig.

Schneefall blieb komplett aus. Den ZAMG-Klimatologen überrascht das wenig: „Der November ist ein On/Off-Monat für Schnee.“ Auch in den kommenden Tagen werde in St. Pölten „sicher keine Grundlage für weiße Weihnachten gelegt“.