18 Monate für Schlag auf Nase. Junger Wilhelmsburger rastete in Lokal aus. Opfer erhält 1.000 Euro Schmerzensgeld.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 21. Mai 2019 (03:35)
shutterstock.com

Zuerst war es nur eine Stänkerei in einem Wilhelmsburger Lokal, die letztlich mit einem Verletzten endete. Der Schläger musste sich am Landesgericht für seine Tat verantworten. Alkohol soll bei den Lokalbesuchern geflossen sein. Als der 24-Jährige sich durch ein Foto, das jemand von ihm schoss, angegriffen fühlte, rastete er aus.

„Ich fragte mich, was er von mir will“

Wie sich genau die Ereignisse überschlagen haben, konnte er nicht mehr genau sagen, nur: „Es waren sieben bis acht Leute da. Ich wollte damit nichts zu tun haben, ich habe genug Probleme“, und verwies auf eine Haftstrafe, die er mit 16 Jahren ausgefasst hatte. Das Opfer, ein Bosnier, berichtet, dass der Angeklagte sich ihm gegenüber seltsam verhalten hätte.

„Ich fragte mich, was er von mir will“, erzählt er. Dann hätte der Mann ihm einen Schlag auf die Nase verpasst. Ein ärztlicher Befund belegt, dass dadurch der Knochen verschoben wurde. Die Brille ging auch kaputt.

„Sie sind so jung und haben viele einschlägige Vorstrafen. Das muss ein Ende haben“

Der Schläger fasst sechs Monate unbedingt und zwölf Monate teilbedingt aus. 1.000 Euro Schmerzensgeld muss er zahlen und ein Anti-Gewalt-Training absolvieren. „Sie sind so jung und haben viele einschlägige Vorstrafen. Das muss ein Ende haben“, fasst der Richter zusammen.