Ende einer Ära: Die Stockerhütte steht zum Verkauf. Die Naturfreunde suchen einen Käufer für die Hütte, um deren Zufahrt sieben Jahre lang prozessiert wurde.

Von Max Steiner und Inge Moser. Erstellt am 28. Oktober 2020 (04:34)
Für die 745 Meter hoch gelegene Stockerhütte suchen die Naturfreunde einen Käufer.
Naturfreunde

Die Stockerhütte wird verkauft. Sieben Jahre lang hatten die Naturfreunde und der Wegbesitzer in zahlreichen Prozessen um die Zufahrt gestritten und den Betrieb nahezu eingestellt, nun ist das Schutzhaus um rund 250.000 Euro zu haben. „Wir haben keine Chance mehr hinaufzukommen. Den Naturfreunden bleibt nichts anderes übrig, als einen Käufer zu suchen“, bestätigt Finanzreferent Wolfgang Strasser.

„Wenn man dort nichts instand halten und warten kann, konkurriert die Stockerhütte in 30 Jahren mit der Ruine Dürnstein“, so Strasser.

„Wir haben keine Chance mehr hinaufzukommen. Den Naturfreunden bleibt nichts anderes übrig, als einen Käufer zu suchen.“Wolfgang Strasser, Naturfreunde

Man habe fast alle Prozesse verloren. Das letzte OGH-Urteil sei nun wieder nicht gut ausgegangen und die Straße erneut verlegt worden. Jetzt wollen die Naturfreunde nicht noch mehr Nerven und Geld investieren.

„Nun ist es dem Rechtsanwalt und dem Landwirt doch gelungen, den Weiterbestand eines beliebten Ausflugsziels und wichtigen Wirtschaftsfaktors zu verhindern“, kommentiert der Wilhelmsburger Bürgermeister Rudolf Ameisbichler die Nachricht, dass die Hütte zu haben ist. Er bedauert auch, dass die Grenzveränderung, bei der die 15 Prozent Wilhelmsburg-Anteil zu St. Veit gehen sollten und somit zur Bezirkshauptmannschaft Lilienfeld, abgelehnt wurde.