Felix Röper: Tanz für Barrierefreiheit

Felix Röper tanzte in St. Florian und in der Landesbibliothek und bald im Dom St. Pölten.

Erstellt am 23. Oktober 2021 | 04:39
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Felix Röper lebt in einer anderen Welt, sobald er Musik hört und auf einer Bühne tanzen kann: „Hier fühle ich mich wohl, da ist die Welt gut.“
Foto: BhW Daniela Matejschek

Felix Röper mit Down-Syndrom ist ein Tanztalent, er hört die Musik, spürt die Bewegungen – Maestro Renato Zanella vervollständigt diese Tanzeinlagen und fördert die improvisatorische Fähigkeit.

Wie jetzt im Stift St. Florian, wo Felix zum Konzert von Domorganist Ludwig Lusser eine Toccata und Fuge von Bach tanzte. „Die tänzerische Interpretation gelang ihm außerordentlich gut, wie der Dompfarrer und der lange Beifall bestätigten“, so Mutter Martina. Direkt danach gestaltete Zanella mit Felix ein Video für die Veranstaltung „Vorbild Barrierefreiheit“ in der Landesbibliothek. Darin tanzte Felix eine Choreografie Zanellas nach dem Stück „Schindlers Liste“. Videobeitrag und Live-Performance waren „sehr erfolgreich“, erzählt Mutter Martina stolz. „Ein Foto von Felix‘ Tanz wird im Freiwilligenkalender Österreich zu sehen sein.“

Die Erfolge führen dazu, dass Felix auch international auftreten wird. So ist er Tänzer bei der von Zanella geschaffenen Veranstaltung „Tanz ohne Ende“ am 23. Mai 2022 in Ljubljana. Im November ist eine solche in St. Pölten vorgesehen.

Am Sonntag, 14. November, wird im St. Pöltner Dom „Von der Passion zur Auferstehung“ mit Hermann Nitsch, Ludwig Lusser und Improvisationen von Renato Zanella aufgeführt. „Hier hat Felix die Ehre, neben erstklassigen Tänzern mitzuwirken“, freuen sich Mutter und Sohn.