Reise wurde wegen Corona-Virus zur Odyssee. Wilhelmsburger Paar war an Bord eines Schiffes, das nirgends anlegen durfte. Reise nach einer Woche unterbrochen.

Von Inge Moser. Erstellt am 25. Februar 2020 (04:38)
Walter und Fritzi Göstl zu Beginn ihrer Reise. Das Coronavirus machte der Kreuzfahrt in den Fernen Osten aber einen Strich durch die Rechnung.
privat

Es sollte eine interessante und geruhsame Kreuzfahrt in den Fernen Osten werden. Fritzi Göstel wollte ihrem Mann Walter einen lange gehegten Geburtstagswunsch erfüllen. Doch daraus wurde eine wahre Irrfahrt, denn das Coronavirus machte dem Wilhelmsburger Paar einen Strich durch die Rechnung.

Singapur, Vietnam, Taiwan, Japan und Hongkong stand auf der Route einer Kreuzfahrt, die Walter und Fritzi Göstel gebucht hatten. Anfang Februar machten sich die beiden auf. Nach dem Flug erreichte sie bereits an Bord des Kreuzfahrtschiffes, dass dass Japan und Hongkong nicht angefahren werden können. Der Grund dafür ist das Coronavirus und die hohe Ansteckungsgefahr. Als Alternative wurden der Reisegruppe nun Manila und Malaysia angeboten. Das brachte auch organisatorisch einigen Aufwand mit sich. „Wir mussten wir unseren Rückflug sowie die Hotelreservierung umbuchen. Das wurde aber noch rasch von unserem Reisebüro in St. Pölten erledigt“, erzählt Fritzi Göstl. Die nächsten drei Tage verliefen dann nach Plan, ehe die nächste böse Überraschung auf sie zukam. Taiwan und Manila ließen ebenfalls keine Kreuzfahrtschiffe mehr anlanden. Die Halong-Bucht und Hanoi sollten als Ausweichhäfen herhalten. Doch kaum hatte das Kreuzfahrtschiff Kurs genommen, wurde bereits wieder alles geändert. Anlegen verboten. Thailand und Malaysia standen nun auf dem Ersatzprogramm.

„Aufgrund des Coronavirus wurden nach und nach die Häfen für uns gesperrt“, schildert Fritzi Göstel die Situation. Kurz bevor das Schiff Bangkok erreichte, entschied die Reederei, die Kreuzfahrt zu beenden und sofort nach Singapur zurückzukehren, eine Woche früher als geplant.

Flüge und Hotelreservierungen mussten abermals umgeändert werden, dieses Mal allerdings mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. „Alle waren sehr hilfsbereit und freundlich“, erklärt Walter Göstel. Die Reederei erstattete die gesamten Ausgaben.