Wilhelmsburg

Erstellt am 17. Juli 2018, 04:55

von Birgit Kindler

Schlange kroch aus fahrendem Motorrad. Stadtrat Markus Berger war mit seiner Honda unterwegs, als während der Fahrt eine Natter aus dem Gefährt hervorkam.

Nachdem Berger den Roller abgestellt hatte, kroch die Äskulapnatter aus dem Lenker.  |  Markus Berger

Der Schock sitzt Markus Berger noch immer ein bisschen in den Knochen. Bei einer Ausfahrt mit seiner Honda kroch plötzlich eine Schlange aus dem Roller. „Das Tier kam während der Fahrt aus einem Schlitz auf dem Armaturenbrett direkt auf mich zu“, erzählt der Wilhelmsburger Stadtrat im NÖN-Gespräch. Er brachte seinen Roller sofort zum Stillstand. „Mein Glück war, dass ich im Ortsgebiet bei Paudorf unterwegs war und daher langsam gefahren bin“, ist Berger froh, dass nichts passiert ist.

„Fahre keinen Meter mehr damit“

Als das Motorrad abgestellt war, kroch die Äskulapnatter noch einmal aus dem Lenker. „Mir war klar, ich fahre keinen Meter mehr damit.“ Berger hat dann einen Freund angerufen, gemeinsam wollten sie das Tier mit Klopfzeichen zum Herauskommen bewegen. „Aber sie hat sich nicht gerührt“, sagt der Wilhelmsburger. Er hat dann den Pannendienst gerufen, der das brandneue Motorrad – es hat nur 150 Kilometer auf dem Tacho – zerlegt hat. Die Armaturenseite musste komplett auseinandergenommen werden. „Da haben wir erst gesehen, wie groß das Tier war. Die eineinhalb Meter lange Schlange hat sich dann Richtung Hinterreifen verkrochen. Zum Schluss ist sie zum Glück von selbst auf den Boden gekommen und ist blitzschnell im Gebüsch verschwunden“, erzählt der Stadtrat. Drei Stunden hat es gedauert, bis der Roller wieder schlangenfrei war.

Stadtrat Markus Berger zeigt auf den Schlitz am Armaturenbrett, aus dem die Schlange während der Fahrt auf ihn zukam.  |  Kindler

„Beim Heimfahren nach Wilhelmsburg hatte ich schon ein mulmiges Gefühl“, sagt Berger. Und auch bei jetzigen Ausfahrten wandert sein Blick oft noch zu jenem Schlitz, aus dem das Tier gekrochen kam. Wie die Schlange in den Roller gekommen ist, weiß Berger nicht. „Vermutlich hat sie in einer der kalten Nächte ein warmes Platzerl gesucht“, schmunzelt Berger und hofft, dass sich nicht so bald wieder ein Tier in sein Motorrad verirrt.