Von Heldinnen Viehofens bis Lolita: St. Pöltner Grätzl-Labore starten

Erstellt am 14. Mai 2022 | 06:01
Lesezeit: 2 Min
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Das Projekt zum Kennenlernen der Menschen in der Nachbarschaft setzte Dramaturgin und Kuratorin Johanna Figl bereits in Wien erfolgreich um. Jetzt soll es auch in Wagram kommen.
Foto: Figl
Verborgene Heldinnen werden gesucht sowie Musik- und Tanzbegeisterte.

Das kulturelle und nachbarschaftliche Zusammenleben der Stadt steht bei einem neuen Beteiligungsformat im Mittelpunkt. Die Grätzl-Labore wird es heuer in Wagram, Viehofen und Spratzern geben.

Den Beginn macht die Foto-Installation „Überhaupt kein Lärm“. Dafür werden die unbekannten Heldinnen Viehofens und deren Geschichten gesucht. „Das kann das Mädchen sein, das immer die Katzen füttert, die Nachbarin, die gratis Nachhilfe gibt, oder die Oma, die im Krieg Juden versteckt hat“, sagt Dramaturgin und Kuratorin Johanna Figl.

Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, der Künstlerin Franzi Kreis im Gespräch darzulegen, was die vorgeschlagenen Frauen so besonders macht. Bis 31. Mai können Vorschläge für Heldinnen aus Viehofen bei Johanna Figl (johanna.figl@gmail.com) abgegeben werden.

Ein zweites Projekt läuft unter dem Arbeitstitel „Lolita und andere Schlager“. Dafür werden Musik- und Tanzbegeisterte ab etwa 55 Jahren gesucht. „Da Lolita aus Spratzern stammte, wollen wir uns an ihre Lieder erinnern“, betont Figl.

Für die Teilnahme gibt es keine Voraussetzungen, einzig für Singen oder Tanzen muss man sich entscheiden. Die Anmeldung läuft bis Ende September, im Oktober soll dann ein Kennenlern-Workshop stattfinden.

In Wagram sind außerdem Nachbarschaftsspaziergänge mit Kindern geplant. Diese können dann ihre Fragen stellen und so die Nachbarschaft noch genauer kennenlernen. Termin gibt es dafür noch nicht.