Alevitischer Gemeinde droht in St. Pölten der Rauswurf. Das Zentrum in Ratzersdorf soll Anfang September versteigert werden. Keine Einnahmen wegen Corona.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 29. Juli 2020 (04:45)
Das Alevitische Zentrum in Ratzersdorf soll zwangsversteigert werden.
Max Steiner

Der Obmann der Alevitischen Kulturgemeinschaft Mehmet Mercan will weiter um das Zentrum kämpfen.
privat

7.000 Euro monatlich beträgt die Kreditrate, die die Alevitische Kulturgemeinschaft in St. Pölten GmbH für ihr Zentrum in Ratzersdorf monatlich an die Sparkasse entrichten muss. In Coronazeiten gibt es keine Veranstaltungen und dadurch auch keine Einnahmen für den Verein. Die Raten können derzeit nicht zurückgezahlt werden. Nun droht das Ende.

„Wir bekamen einen Bescheid, wonach unser Zentrum zwangsversteigert wird“, ist der Obmann der Alevitischen Kulturgemeinschaft Mehmet Mercan bedrückt. Laut seinen Angaben will die Bank das Geschäftsverhältnis mit dem Verein beenden. Der Kredit soll umgeschuldet werden. „Bis Ende August haben wir Zeit, einen Geldgeber zu finden“, erklärt Mercan.

Die Sparkasse will sich zu diesem Thema nicht äußern, da dies dem Bankgeheimnis widerspreche. Ein zweiter Gläubiger ist die Stadtgemeinde St. Pölten. „Wir haben auch erst davon erfahren und können dazu noch nichts Konkretes sagen“, erklärt Pressesprecher Thomas Kainz vom Medienservice.

Trotz der Schwierigkeiten ist Mercan optimistisch, dass es mit dem Zentrum weitergeht: „Wir werden darum kämpfen.“