Geschichten aus dem Wiener Wald.

Von Ewald Baringer. Erstellt am 04. September 2018 (00:39)
Sam Madwar

Schon ein denkwürdiges Ereignis: Wachaufestspiele-Intendant Marcus Strahl hat als zweite Produktion der Saison Horvaths bösestes Stück angesetzt, „Geschichten aus dem Wiener Wald“. An einem der Originalschauplätze, mit seiner Mutter, der 91-jährigen Waltraut Haas, als gehässige Großmutter. Absolut gelungen!

In der genau gezeichneten Inszenierung von Martin Gesslbauer entsteht ein prägnantes Zerrbild (über-)regionaler Idyllen-Seligkeit. Hervorragend: Martin Oberhauser als liederlicher Alfred, Nici Neiss als überreizte Trafikantin, Anna Sophie Krenn als naive Marianne, Strahl selbst als stoischer Fleischhauer Oskar und – bestens ins Ensemble integriert – Mitglieder der ortsansässigen Theatergruppe.

Leider nur bis 9. September.

Fazit: Vor allem ein großer Abend für die bewundernswerte Waltraut Haas. Chapeau!