30 Jahre AWÖ, drei Standorte, ein Betriebsleiter

Die Abfallwirtschaft Ötscherland (AWÖ) feierte 30-jähriges Bestandsjubiläum und 30 Jahre Johann Jaidhauser.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 03:09

Seit 30 Jahren steht Johann Jaidhauser als Betriebsleiter an der Spitze der AWÖ. Und dennoch gab es am Freitag eine Premiere: Zum ersten Mal wusste er nicht, was ihm in „seinem“ Betrieb erwartete. Denn die Gesellschafter und seine Mitarbeiter überraschten ihn mit einem Jubiläumsfest.

Zu feiern gab es dabei gleich einiges: Denn neben der 30-jährigen Erfolgsgeschichte der AWÖ, präsentierten die Gesellschafter mit Bernhard Ebenführer auch Jaidhausers designierten Nachfolger. Bis Ende des Jahres hat Jaidhauser noch das Zepter bei der AWÖ in der Hand, dann übernimmt Ebenführer, der bereits seit Mai im Unternehmen ist und in diesem dreiviertel Jahr von Jaidhauser in die „Erfolgsrezepte eingeweiht wird“.

Der Hans Kerschner hat damals zu mir gesagt, wenn sich kein G‘scheiterer findet, dann nehmen wir den Jaidhauser. Wir hätten lange suchen können, es hätte sich kein Besserer gefunden.“ andrea brandl, AWÖ-Gesellschafterin

Dass es davon einige gibt, gab es am Freitag in so manch einer heiteren Episode von Jaidhauser, den Gesellschaftern oder auch Ehrengästen zu hören. „Wir haben 1991 von null weg begonnen und auf Kredit den Müll abgeholt. Unsere ersten Müllabfuhrpläne habe ich gemeinsam mit dem Geschäftsführer des damals neuen Gemeindeverbandes für Umweltschutz Hans Wurzenberger, den ich von der JVP her kannte, auf einem Commodore-Computer in der Gemeinde Wolfpassing geschrieben“, erinnerte sich Jaidhauser zurück. Nichtsdestotrotz hat sich die AWÖ prächtig entwickelt und ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden.

Bauernschläue, ein gewisses G‘spür bei Verhandlungen und den unbedingten Willen, das Unternehmen bestmöglich aufzustellen, hätten ihren Beitrag dazu geleistet, weiß Jaidhauser. Dabei hätten aber auch die Mitarbeiter immer einen ganz wichtigen Stellenwert eingenommen. Jaidhauser: „Wir haben zu dritt begonnen, heute sind wir 29. Dabei war die Fluktuation sehr gering. Unser Stammpersonal ist ein wichtiges Standbein für unser Unternehmen. Denn unser Gebiet ist groß, reicht von Wieselburg bis zum Zellerrain oder Palfau. Dort ist es zwar zum Skifahren schön, aber Müllabfuhrfahren ist dort eine Herausforderung.“