Umweltschutz durch Sanierungen. Absdorf beschäftigt sich auch in der Coronazeit mit Energiesparen, CO -Reduktion und anderen Umweltthemen.

Von Christa Wallak. Erstellt am 12. Mai 2020 (03:16)
Franz Nefischer koordinierte den Abtransport der Modellhäuser der Dämmwette.
privat

Auch in dieser schwierigen Phase laufen die Umweltprojekte in der Marktgemeinde weiter. Vor Kurzem wurden die Modellhäuser der Dämmwette vom Hauptplatz entfernt. Hier zeigte sich, dass gut gedämmte Häuser bis zu 70 Prozent weniger Energie zum Heizen benötigen. „Wir haben damit das Bewusstsein geschärft, wie wichtig Sanierungsmaßnahmen für den Klimaschutz sind, und dabei auch die eigene Geldbörse schonen können“, ist Umweltgemeinderat Franz Nefischer überzeugt. In Kooperation mit der Klima- und Energiemodellregion (KEM) Wagram und der Energie- und Umweltagentur NÖ werden weiterhin Energieberatungen durchgeführt.

„Als spezielles Service für die Krise haben wir Liefer-, Abhol- und Onlineservices von Geschäften der Region zusammengestellt

Kurze Wege und saisonale Produkte sind ein weiterer Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit KEM, weil damit der CO -Ausstoß vermindert wird und jeder Einzelne zum Klimaschutz beitragen kann. „Als spezielles Service für die Krise haben wir Liefer-, Abhol- und Onlineservices von Geschäften der Region zusammengestellt“, erklärt KEM-Manger Stefan Czamutzian. „Das ging sehr schnell, weil wir bereits seit mehreren Jahren alle Nahversorger und Reparaturservices der Region erfasst haben und bewerben, die Grundlagen waren somit schon da“.

In dieselbe Richtung gehen auch die Aktivitäten des neuen Vereins INA - Initiative Nachhaltiges Absdorf. „Wir wollen in den Bereichen Regionalität und Klimaschutz leicht umsetzbare Lösungen ausarbeiten. In einem ersten Schritt haben wir alle Absdorfer Betriebe aufgelistet, die zu Fuß oder mit dem Rad erreicht werden können“, berichtet die Obfrau Irene Weis.

Weis ist auch Mitglied im e5-Team, das Nefischer leitet. e5 ist das Programm für energieeffiziente Gemeinden, an dem Absdorf teilnimmt. „Wir arbeiten auch in dieser schwierigen Zeit an unseren Umweltprojekten weiter, nur eben jetzt telefonisch oder über elektronische Medien“, betont Franz Nefischer. „Wir dürfen auch jetzt nicht auf den Klimaschutz vergessen“.