Wartungsarbeiten in Österreichs größtem Flusskraftwerk. Wartungsarbeiten in Österreichs größtem Flusskraftwerk wurden trotz Corona zeitgerecht abgeschlossen.

Von Maria Knöpfl. Erstellt am 08. April 2020 (03:59)
Jede der neun Turbinen im KW Altenwörth hat einen Durchmesser von 6,5 m.     
Verbund

Die Turbinen im Wasserkraftwerk Altenwörth benötigen wie jede Maschine regelmäßige Wartung. Diese Revision findet im Winter statt, wenn die Donau wenig Wasser führt. Unter erschwerten Bedingungen konnte das Verbund-Personal die Revisionsarbeiten abschließen. Zur Sicherheit der Mitarbeiter wurden die Teams aufgeteilt, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Trotz der „Halb-Schichten“ wurden Korrosionsschutz, Lagerinspektion und andere Prüfarbeiten in der leeren Turbine fortgeführt, um rechtzeitig zum Tauwetter die Einsatzbereitschaft des Kraftwerks herzustellen.

Derzeit vermeidet Verbund bei der Einteilung der Schichten und Arbeitsorte das Zusammentreffen von größeren Gruppen. Früher unterstützte ein Kraftwerker aus Altenwörth auch das Team in Greifenstein, jetzt nicht mehr. Pressesprecher Florian Seidl: „Die Mannschaften wurden geteilt. Wir setzen auf Kontaktvermeidung, um das Verbreitungsrisiko des Virus zu senken. Die Teams dürfen einander nicht begegnen.“

Damit das Donaukraftwerk Strom liefern kann, wird der Schiffsverkehr mittels Schleuse gewährleistet. Verbund ist für die technische Funktionsfähigkeit der Schleuse zuständig, den Betrieb der Schleuse und die Wasserstraße hat die viadonau inne. Die Schleuse Altenwörth hat zwei Kammern. Auch hier wurde auf die aktuelle Situation reagiert. Der überwiegende Teil der viadonau-Belegschaft verrichtet den Dienst in Telearbeit, die operativen Teams sind in Arbeitsbereitschaft, wie der Streckendienst. Die seit 16. März auf dem österreichischen Donauabschnitt geltende behördliche Sperre für Fahrgastschiffe, die Passagiere befördern, ist in beiden Richtungen aufrecht. Die Güterschifffahrt wird weiterhin betrieben - dies dient auch zur Aufrechterhaltung der Infrastruktur.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen wurden eingeführt, diese betreffen die Diensteinteilung und die Hygiene vor Ort, wie die regelmäßige Desinfektion des Arbeitsplatzes. Somit ist ein sicherer und stabiler Betrieb der Schleuse derzeit gewährleistet. Aufschiebbare Erhaltungsmaßnahmen entlang der Donau werden zu einem späterem Zeitpunkt nachgeholt, sofern diese nicht sicherheitsrelevant sind.