Auswirkungen auf Arbeitsmarkt im Bezirk Tulln. Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen betrifft Frauen und Männer nahezu in gleichem Ausmaß.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 15. Mai 2020 (03:01)
APA/Herbert Neubauer

Die Coronavirus-Pandemie wirkt sich weiterhin massiv auf den Arbeitsmarkt aus. Ende April verzeichnete das AMS Tulln 4.121 Arbeitslose und damit um 1.886 bzw. + 84,4% mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich betrifft Frauen (+917 bzw. +86,4%) und Männer (+969 bzw. +82,5%) in nahezu gleichem Ausmaß und alle Altersgruppen. Allerdings ist er bei Jugendlichen mit +112,4% höher als bei Älteren über 50 (+57,7%). Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft sind stärker betroffen. Der Stellenmarkt im Bezirk verzeichnet einen Rückgang von -12,8%.

„Mit der Coronavirus-Kurzarbeit wird Arbeitslosigkeit verhindert, Einkommen gesichert und und die Mitarbeiter werden im Betrieb gehalten“, betont AMS-Tulln-Geschäftsstellenleiter Hans Schultheis. Durch das AMS NÖ wurden 16.414 Anträge auf Kurzarbeit genehmigt. „Auf den Bezirk Tulln entfielen 1.013 Anträge, von diesen waren 92% entscheidbar und wir haben diese bereits bewilligt. In Summe sind damit im Bezirk 7.544 Arbeitsplätze mit Unterstützung des AMS gesichert“, erläutert Hans Schultheis.