Aubad: Biber wurden wieder vertrieben. Exodus / Simple Gegenmaßnahmen reichten, um die Nagetiere zum Auszug aus dem Erholungsgebiet zu bewegen.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 31. Dezember 2013 (23:59)
NOEN, Fiala
Biber sind im Rahmen geführter Au-Wanderungen zu sehen.Fiala
Von Doris Firmkranz

Der Schaden, den „besondere Badegäste“ im November vergangenen Jahres im Aubad anrichteten, war beträchtlich. Wie die NÖN ausführlich berichtete, waren Biber auf das Gelände des beliebten Erholungsgebietes (wie schon zwei Jahre zuvor einmal) eingefallen und hatten sich dort an den Bäumen zu schaffen gemacht.

Die gefräßigen Nager fällten zwei Jungbäume und hinterließen zum Teil massive Bissschäden an weit mehr als zwanzig weiteren vor allem im Uferbereich befindlichen Bäumen. Dabei machten sie auch vor alten und dicken Stämmen nicht Halt.

Die Gartenstadt Tulln trat auf den Plan und sagte den Nagern den Kampf an - natürlich mit natur- und umweltfreundlichen Mitteln: Gefährdete Bäume wurden mit Gitter hoch genug umwickelt und vorhandene Löcher im Zaun zum Aubad wurden gestopft.

Maschendraht ließ die Tiere weiterziehen 

Außerdem wurde Kontakt mit dem Niederösterreichischen Bibermanagement aufgenommen. Von dort erhoffte man sich Aufschluss über einen speziellen Anstrich, der den Bibern fürderhin den Appetit verderben sollte.

Doch diese Maßnahme war nicht mehr notwendig. Die einfachen Maßnahmen reichten, um den Tieren den Spaß zu verderben und sie zu veranlassen, sich ein anderes Betätigungsfeld zu suchen – die Tiere zogen rasch weiter.

Sehr zur Freude von Umweltgemeinderätin Susanne Stöhr-Eißert. Sie ist froh, dass die Biber mit einfachen Mitteln wieder aus dem Aubad vertrieben werden konnten.

„Es gab dafür sogar lobende Worte vom Bibermanagement Niederösterreich. Wir haben im Umgang mit den Bibern alles richtig gemacht.“

Ein Lokalaugenschein letzte Woche im Aubad ergab: Keine frischen Bissspuren an den Bäumen.