Aus Langeweile ins Kriminal. Teenies sackten im Zug Notfallhämmer ein und stiegen in ein Geschäft ein. Es setzte Strafen.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 12. April 2019 (04:42)
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Symbolbild

„Es waren dumme Jugendstreiche, die strafrechtliche Folgen haben werden“, sagt ein Verteidiger in einem Prozess am Landesgericht gegen zwei 16-jährige Burschen.

Vorm Jugendrichter sitzen die Teenager, weil sie im Oktober letzten Jahres in einem Zug drei Notfallhämmer mitgehen ließen. „Das war spontan und nicht geplant“, sagt einer der Angeklagten vor Gericht.

Am Bahnhof in Absdorf ließen sie dann Fahrräder mitgehen. Warum? „Die waren unversperrt und wir haben sie wieder zurückgebracht“, erklärt einer der Angeklagten. „Das ist kein Grund, wenn man Respekt vor fremdem Eigentum hat“, kontert darob der Richter. Am Abend stiegen die Burschen dann in Absdorf in ein Lebensmittelgeschäft ein, schlugen mit den Hämmern dort eine Glasscheibe ein. „Uns war langweilig. Wir wollten schauen, ob die Hämmer funktionieren“, so einer der Teenager. Aufpasserdienste leistete der andere dabei. Als plötzlich eine Alarmanlage schrillte, gaben die Burschen Fersengeld.

Ob die Angeklagten auf Beute aus waren? Das verneinen sie. „Unsere Mission war, Zigaretten zu stehlen“, erzählte der Dritte im Bunde bei seiner Einvernahme. Sein Verfahren wurde bereits diversionell erledigt.

Für die Teenies setzt es wegen teils vollendeten, teils versuchten Diebstahls durch Einbruch sechs sowie drei Monate bedingt. Bewährungshelfer werden den Burschen zur Seite gestellt. Rechtskräftig.