Fröhliche Weihnacht überall. Unzählige Märkte in der Vorweihnachtszeit sorgen für eine perfekte Einstimmung auf das Christkind.

Von Doris Firmkranz und Monika Gutscher. Erstellt am 20. November 2019 (03:14)
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Idyllische Dorfplätze, romantische Schlossparks, belebte Stadtzentren – die Vielfalt an Lokalitäten für Advent-, Weihnachts- und Christkindlmärkte ist groß. Dazu kommen Unternehmen mit eigenen Märkten, wie etwa Gartenbaubetriebe. Egal ob für ein Wochenende oder den ganzen Advent hindurch, ob Kunsthandwerk, Punsch, heiße Maroni oder Christbaumschmuck – ein abendlicher Bummel in der weihnachtlich geschmückten Stadt lohnt sich immer und endet nicht selten mit einer netten Unterhaltung am Punschstandl. Da wird die Stadt des Miteinanders urplötzlich Realität, noch dazu, wenn man damit Gutes tun kann und sich ein Häferl Glühwein an einem der Standln gemeinnütziger Organisationen gönnt.

Im Adventdorf am Tullner Hauptplatz, das bis Silvester insgesamt 38 Tage geöffnet ist, gibt es 13 Stände. Davon sorgen zehn für Speis und Trank, ein Stand bietet Strickwaren und Weihnachtsdeko an, ein weiterer Süßwaren und schließlich gibt es ein Maroni-Standl.

„Weihnachtsmärkte sorgen für bleibenden Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde. Man kann die Kinder, aber auch neue Bewohner besser kennenlernen.“ Ausstellerin und Bastlerin Susi Deux

Ein Platz ist für Kunsthandwerk reserviert und kann für einzelne Tage gebucht werden (Buchung unter 0664 / 80 690 332). Dazu kommen Bühne, die an den Wochenenden bespielt wird, und ein traditionelles Karussell am Rathausplatz. Wöchentliche Highlights wie Besuch vom Nikolo, der traditionelle Perchtenlauf und stimmungsvolle Konzerte im Tullner Adventdorf runden das Angebot ab.

Die Standbetreiber bleiben meist von Jahr zu Jahr gleich und kommen großteils aus der Region. Das Adventdorf ist eine Maßnahme der Stadtgemeinde Tulln für Innenstadtbelebung und Wirtschaftsförderung, es wird kein Gewinn dabei erzielt.

Der Bezaubermarkt im Rathaus, der heuer von 7. bis 8. Dezember stattfindet, zieht jedes Jahr an die 4.000 Besucher an. Die heiß begehrten rund 100 zur Verfügung stehenden Standplätze sind alle vergeben.

In der Kunstwerkstatt findet die traditionelle ARTvent-Ausstellung statt und erstmals gibt es den „Advent auf der Garten Tulln“.

Ab dem ersten Adventwochenende wird auch in Zwentendorf ein vielfältiges Rahmenprogramm geboten: Einzug des Christkinds, Feuershow, ein Oldtimer-Bus, das Musical „3 Kobolde für Scrooge“ mit Fackelwanderung und der Longfield Gospel Choir. Auch in St. Andrä-Wördern öffnet der Hagenthaler Adventmarkt seine Pforten bis das Christkind kommt. Beiträge kommen etwa vom Kinderchor des Musik- und Gesangsvereines, der Musikschule, den Kirchbacher Perchten und den Turmbläsern.

Nicht zu vergessen sind die unzähligen kleineren Ausstellungen diverser emsiger Bastelrunden. Da verwandelt sich so mancher Pfarrsaal in ein vorweihnachtliches Deko-Paradies.

Auch auf Dorfplätzen verschiedener Gemeinden sorgen neben einem großen Christbaum die verschiedenen Standbetreiber für vorweihnachtliche Atmosphäre. Eine dieser Ausstellerinnen ist die Zeiselmaurerin Susi Deux. Sie genießt diese Adventstimmung unter freiem Himmel. Die kreative Bastlerin stellt seit über 20 Jahren ihre Dekoartikel aus: „Ich bin gern unter den Leuten. Der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde und zwischen Jung und Alt ist mir sehr wichtig.“

Im Laufe der Zeit hat sich einiges geändert, weiß Susi Deux zu berichten: „Es gibt fast nur noch Stände, die Essen und Trinken anbieten, Bastler gibt es immer weniger.“ Ihr ist aber auch der kulturelle Aspekt wichtig: „Es ist schön, wenn verschiedene Gruppen singen oder musizieren, vor allem, wenn Kinder involviert sind.“

So sind alle Adventmärkte im ganzen Bezirk ein wichtiger Beitrag für ein schönes und besinnliches Miteinander.