Gewalt- und Suchtmitteldelikte: Siebenköpfige Bande dingfest gemacht

Erstellt am 11. Januar 2022 | 10:34
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Nach Gewalt- und Suchtmitteldelikten in Tulln und Umgebung im vergangenen Jahr sind sieben Verdächtige in Haft.

Wie die APA berichtet sind nach Gewalt- und Suchtmitteldelikten in Tulln und Umgebung im vergangenen Jahr sieben Verdächtige in Haft. Die Männer im Alter von 19 bis 40 Jahren wurden in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert. Sie waren nach Angaben der Landespolizeidirektion NÖ vom Dienstag nicht geständig, sondern beschuldigten einander gegenseitig.
Dem Septett wird zur Last gelegt, in verschiedenen Konstellationen mehrere Raubdelikte und eine schwere Nötigung begangen sowie gewerbsmäßigen Suchtmittelhandel betrieben zu haben. Die Polizeiinspektion Tulln hatte seit Mitte Oktober vergangenen Jahres ermittelt. Die letzte der sieben Festnahmen erfolgte am Sonntag. Die Beschuldigten sind je zwei österreichische, bosnische und kroatische sowie ein serbischer Staatsbürger.

Bei Hausdurchsuchungen waren Ende November 19.700 Euro Bargeld, 400 Stück Rivotril-2 Milligramm-Tabletten, 13 Gramm Kokain, sechs Gramm Amphetamin sowie zwei Schreckschusspistolen und Mobiltelefone sichergestellt worden. Zu dieser Zeit wurden auch sechs der sieben Beschuldigten festgenommen.

Ein 31-jähriger Bosnier soll gemeinsam mit den beiden kroatischen Beschuldigten über längere Zeit Kokain, Amphetamin, Cannabiskraut und Medikamente im Raum Tulln verkauft haben. Laut Polizei wurden 21 Suchtmittelabnehmer ausgeforscht und angezeigt. Die beiden Bosnier sollen Anfang August 2021 einen 38-Jährigen aus dem Bezirk zur Herausgabe von Bargeld genötigt und das Opfer leicht verletzt haben. Ein Quartett soll Ende September einen Suchtmittelabnehmer (17) aus dem Bezirk in einer Wohnung festgehalten und wegen Schulden mit Schlägen und Tritten schwere Verletzungen zugefügt haben. Weiters wird den Bosniern gemeinsam mit einem Österreicher und dem Serben ein Raub an einem 41-Jährigen zur Last gelegt. Das Opfer soll über Stunden mit Faustschlägen traktiert und leicht verletzt worden sein.

Wegen Schulden soll Mitte November auch ein 27-Jähriger aus dem Bezirk von mehreren Beschuldigten schwer verletzt und beraubt worden sein. Nicht zuletzt sollen zwei der Beschuldigten in Tulln zwei Mountainbikes gestohlen haben, die in Serbien verkauft wurden.