Ibiza entzweit ÖVP und FPÖ. FPÖ Bezirksparteiobmann Andreas Bors wirft der ÖVP Postenschacher vor: „Die ÖVP zeigt jetzt ihr schwarzes Gesicht.“

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 22. Mai 2019 (03:53)
NÖN
FP-Bezirksparteiobmann Andreas Bors erwartet keine Auswirkungen des Politskandals auf Bezirksebene.

Als „dumm, peinlich und verwerflich“ bezeichnet FPÖ Bezirksparteiobmann Andreas Bors die Vorkommnisse auf Ibiza. Ebenso entsetzt zeigt sich Bors über die Handlungsweise der ÖVP: „Das ist die unterste Schublade.“ Mit ihren Rücktritten hätten Strache und Gudenus die richtigen Konsequenzen gezogen, doch die Reaktion der ÖVP zeige nun ihr „wahres tiefschwarzes Gesicht“, so Bors.

„Es geht der ÖVP nur um Posten und Ämter, nicht um die Menschen und Themen im Land.“ Das zeige, wie man mit Ministern wie Innenminister Herbert Kickl, die durch ihren Erfolg gefährlich werden, umgehe.

„Wo wir gut arbeiten, entsteht kein Schaden“

Unter diesen Umständen kann sich der Bezirksparteiobmann eine weitere Zusammenarbeit mit der ÖVP auf Bundesebene nach den Wahlen nicht vorstellen. Der Schaden für die FPÖ auf Bezirks- und Gemeindeebene hielte sich jedoch in Grenzen: „Wenn wir gute Politik machen, werden die Leute das schon zu differenzieren wissen. Dort, wo wir gut arbeiten, wird sich das nicht auswirken.“

„Politik wird offensichtlich immer schmutziger“, sorgt sich Bors, „ich fürchte, dass sich bald kaum mehr Leute finden, die bereit sind, politische Verantwortung zu übernehmen.“