Junges Blut besonders begehrt. Internet-Plattform soll speziell junge Menschen motivieren.

Von Helga Urbanitsch, Gabi Gröbl und Doris Firmkranz. Erstellt am 26. Juni 2019 (03:40)
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Johann Netek überreicht Herbert Obermaißer aus Ollern eine Auszeichnung zu seiner 100. Blutspende.

Als Bezirksfeuerwehrkommandant und selbst regelmäßiger Spender weiß Herbert Obermaißer, dass Blutspenden sinnvoll ist. „Blut wird gebraucht. Außerdem tut es meinem Körper gut.“ Obermaißer durfte heuer vom Roten Kreuz eine Auszeichnung für seine 100. Blutspende entgegennehmen.

In der Marktgemeinde Sieghartskirchen kommen pro Blutspendeaktion rund 110 Spender. Johann Netek koordiniert diese und freut sich über die vielen Spendewilligen, allerdings: „Früher sind mehr gekommen. Allein im Kulturpavillon waren es über 140.“ Netek freut sich, dass viele junge Menschen darunter sind, denn: „Blutspenden hat Altersgrenzen.“

NOEN

Christian Hartung von der Rot Kreuz Bezirksstelle: „Aktuell gehen gerade die geburtenstarken Jahrgänge der 1950er- und 1960er-Jahre schrittweise in ,Blutspendepension‘. Die Jahrgänge der 2000er-Jahre sind im Vergleich zahlenmäßig kleiner.“

Blutspenden sei – wie das meiste im Leben – eine gelernte Handlung. „Viele junge Menschen sind einfach noch nie auf die Idee gekommen, Blut zu spenden.“ (Näheres dazu auf www.gibdeinbestes.at, eine Plattform, zeigt, dass Blutspenden ein einfacher Weg ist, Lebensretter zu werden)

Dabei ist Blutspenden einfach und unkompliziert. Das erfahren jährlich etwa 500 Jungmänner bei den dreimal im Jahr stattfindenden Musterungen im Februar, Juni und Oktober.

„Die angehenden Präsenzdiener sind gesetzlich dazu verpflichtet, Blut zu spenden. Dafür gibts dann einen dienstfreien Tag“, weiß Hauptmann Bernd Schuch.

Auch die Schüler der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule am Fliegerhorst in Langenlebarn sind fleißige Blutspender. Bei dieser Aktion können sich auch die Rekruten beteiligen. „Am Fliegerhorst gibt es sechs Mal jährlich Blutspendeaktionen“, so Schuch. Mit dabei auch bereits ältere „Stammkunden“, die regelmäßig ihr Blut zur Verfügung stellten. „Viele Blutspender sind langjährige und regelmäßige Spender“, weiß Hartung. Bei allen, die nicht Blut spenden, gelte es, das Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Blut Leben rettet. Und eben auch gespendet werden muss. „Wichtig ist das grundsätzliche Wissen, dass jeder in die Situation kommen kann, eine Blutspende zu benötigen.“

Nächste Möglichkeit zur Blutspende ist am Donnerstag, 4. Juli, in Königstetten von 16 bis 20 Uhr in der Volksschule.

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