Lärmbelästigung: Motorräder- und Mopeds erregen Gemüter. Im Wienerwald sind’s die Motorrad- , in Zwentendorf Mopedlenker, die den Unmut der Bevölkerung erregen. Die Polizei ist bemüht, die Situation zu entschärfen.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 18. September 2018 (17:44)
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Eine Betroffene klagt: „Die Straße über den Tulbingerkogl ist in den letzten Jahren zu einer Motorrad-Rennstrecke entartet, die ihresgleichen sucht.“ Eine Unterhaltung zu führen sei etwa im Gastgarten des traditionsreichen Restaurants „Tulbingerkogel“ aufgrund vorbeirasender Biker nahezu unmöglich.

Beschwerden werden ernst genommen

„Beschwerden nehmen wir ernst, und im Rahmen der Möglichkeiten kontrollieren wir die Motorräder. Der Tulbingerkogel ist ein polizeilicher Schwerpunkt, aber es ist auch Fakt, dass Motorräder legal laut sind und die Polizei diesen Umstand nicht ändern kann“, bedauert Bezirkspolizeikommandantin Sonja Fiegl. Dass Motorräder im subjektiven Lärmgefühl der meisten Menschen immer laut sein werden, sei auch ein Problem, das die Polizei nicht lösen könne. „Lärmmessungen werden jede Saison durchgeführt und wir bemühen uns, sie zu steigern“, so Fiegl weiter. Auch gäbe es Überlegungen, mehr Sperrlinien auf kurvenreichen Strecken wie im Wienerwald anzubringen.

Ein weitere Beschwerde erreichte uns aus Zwentendorf. Dort macht der Lärm von Mopedfahrern, die mit ihren lauten und überschnellen Gefährten durch die Straßen und Gassen der Marktgemeinde brausen, Anrainern zunehmend das Leben zur Hölle.

Vorwürfen, lieber am Bahnhof Tullnerfeld Strafzettel an nicht ganz korrekt parkende Autos zu stecken, anstatt etwas gegen die Raserei zu unternehmen, begegnet Fiegl: „Anliegen können im BPK Tulln vorgebracht werden, und wir werden uns bemühen, die Situationen zu verbessern. Es wäre aber auch wichtig, dass Motorradfahrer in Gebieten, wo Menschen leben, sich einfach rücksichtsvoller verhalten“, appelliert Fiegl an die Vernunft.