Mann (24) bedrohte Freundin mit Messer. 24-Jähriger malträtierte seine Freundin und drohte mit dem Abstechen. Vor Gericht fasste der Gewalttäter Gefängnisstrafe aus.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 07. Dezember 2019 (04:56)
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„Er hat mich gewürgt, mir eine Ohrfeige gegeben. Dann hat er ein Küchenmesser geholt und hat sich auf mich gekniet. Er hat gesagt: ,Ich stech’ dich in die Rippen, ich stech’ dich in den Bauch, ich schlag’ dein Kiefer hin und her!‘ Ich hatte richtig Angst“, erzählt eine 21-Jährige aus dem Bezirk Tulln vor Gericht über ihren Peiniger. Dieser, ein staatenloser gebürtiger Bosnier (24), muss sich wegen schwerer Nötigung, Körperverletzung und gefährlicher Drohung verantworten.

Über eine Datingplattform im Internet hatte die junge Frau den Angeklagten kennengelernt. Während er in Haft war, habe sie ihn besucht. Dann sei er zu ihr gezogen, erzählt sie im Prozess am Landesgericht. Und sagt: „Er war vernünftig.“

„In der Nacht steh’ ich schweißgebadet auf“

Rot gesehen habe der Angeklagte wegen seiner Eifersucht. „Davor gab es aber schon Ärger in einem Lokal, weil Leute ihn angesehen hatten. Da war die Stimmung dann angespannt“, fährt die 21-Jährige fort. Zuhause sei der 24-Jährige gewalttätig geworden.

Prellungen an Schlüsselbein und Halswirbelsäule erlitt die junge Frau bei dem Angriff. Und leidet seitdem an Panikattacken. „In der Nacht steh’ ich schweißgebadet auf“, sagt sie.

Ihre Schwester stellte den Angeklagten nach dem Vorfall zur Rede. „Ihr habt den Kürzeren gezogen, ich weiß, wo ihr wohnt! Wenn ich einsitze, werde ich wiederkommen!“, drohte er ihr.

„Eine Lüge!“, erklärt der Angeklagte vor Gericht dazu. Und zur Tat an seiner Freundin: „Ich hatte das erste Mal in meinem Leben Whiskey getrunken und hatte Stress.“

Volle Berauschung zum Tatzeitpunkt schließt ein Psychiater aus. „Er war in der Lage, Unrecht zu erkennen“, so der Gutachter.

Für den 24-Jährigen setzt es 19 Monate hinter Gittern. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.