Tradition in Krisenzeit: Aber nicht ohne Maibaum!. Kreativität reicht vom Puzzle über Aufstellen ohne Fest bis Fahnenstangen-Tafel.

Von Monika Gutscher, Maria Knöpfl und Thomas Peischl. Erstellt am 05. Mai 2020 (13:03)

Maibaumfeste sind zwar untersagt, aber das Aufstellen eines Maibaums ist unter Auflagen erlaubt. Auch im Bezirk wollten einige Gemeinden auf „ihren“ Maibaum keinesfalls verzichten.

Eine besonders originelle Variante entwickelte die FF Hintersdorf: Johannes Köhler zerschnitt im Vorfeld einen Baum in jeweils einen Meter lange Teile, die beschriftet und hinter dem Feuerwehrhaus platziert wurden. Alle Kameraden der FF Hintersdorf, die sich an der Aktion beteiligten, machten mit Hilfe von Personen aus dem eigenen Haushalt ein Foto mit einem Maibaum-Segment. Alex Daroka band den Kranz, Lea und Clemens Haschberger schmückten den Wipfel. Stellvertretend für die ganze Wehr posierte Kommandant Peter Taschler bei der von Hermann Messner geschnitzten Tafel „Ein Hoch und Dank den Bewohnern unseres Ortes“.

Maibaum-Puzzle aus vielen Bildern

Aus allen Fotos stellte Florian Köhler schließlich das Maibaum-Puzzle zusammen, das wir unseren Lesern (siehe Foto links) nicht vorenthalten wollen. Ein weiterer, nicht zu verachtender Vorteil: Dieser Maibaum geriet nie in Gefahr, umgeschnitten zu werden.

In der Marktgemeinde Zwentendorf wurde von drei Bauhofmitarbeitern mithilfe eines Kranwagens ein Maibaum aufgestellt. In Anwesenheit von Unterabschnittskommandant Werner Schlachtner sagt Bürgermeisterin Marion Török mit dem Maibaum symbolisch ein Danke allen Vereinen, Organisationen, Helfern und Mitarbeitern in der Marktgemeinde: „Dieser Maibaum ist allen Helden gewidmet, die Zwentendorf in der Zeit von der Corona am Laufen gehalten haben.“

Auch Königstettens Bürgermeister spricht Dank aus: „Die Mitarbeiter der Gemeinde wünschen den Bürgern ein donnerndes Hoch zum 1. Mai! Im speziellen auch der Feuerwehr und der Blasmusik, die über Jahrzehnte den Ort mit Maibäumen bestückt haben. Heuer sind wir eingesprungen. Aber die Zeiten werden wieder andere werden!“

So wie in den Gemeinden Zwentendorf und Königstetten wurde auch in Tulbing der Maibaum von Gemeindemitarbeitern aufgestellt. Dieser steht nun vor dem Gemeindeamt in Katzelsdorf stellvertretend für alle anderen Orte. Bürgermeister Thomas Buder dankt dafür nicht nur den Mitarbeitern der Gemeinde, sondern auch den freiwilligen Helfern in der aktuellen Situation sowie den Feuerwehren und Vereinen. Als Trost der Wilfersdorfer wurde neben dem Feuerwehrhaus ein kleiner Maibaum durch die Firma Forstservice Neumeister aufgestellt. Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Daniel Neumeister: „Zusammen werden wir die jetzige Zeit meistern, bis bald und bleibt´s xund!“ In Chorherrn steht zwar kein Baum, aber die mit Zweigen und bunten Bändern geschmückte Tafel wurde auf dem erhöhten Geländer montiert.

Um die Wertschätzung der Feuerwehr gegenüber der Bevölkerung ohne Maibaum zum Ausdruck zu bringen wurde in Feuersbrunn die Maitafel diesmal auf einer Fahnenstange vor dem Feuerwehrhaus montiert. Dazu wünscht die Wehr: „Wir hoffen, dass bald wieder Normalität einkehrt, und auf ein baldiges Wiedersehen.“