Bezirk Tulln: Unverständnis bei Gastro-Gästen

In der Gastronomie wird streng kontrolliert. „Wir werden manchmal noch immer angepöbelt“, sagt Kurt Hoffmann. „Ich bin mir sicher, dass Stufe 3 kommen wird.“

Erstellt am 15. September 2021 | 04:00
Auch Gastro-Personal muss keine Masken mehr tragen
Symbolbild
Foto: APA (DPA)

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Toni Mörwald, Feuersbrunn
privat

Der ab sofort in Kraft tretende Stufenplan der Regierung stellt für die Gastronomie eine neue Herausforderung. „Grundsätzlich ist das alles okay, um auch den Druck auf Nichtgeimpfte zu erhöhen“, erklärt Kurt Hoffmann von s‘Pfandl in Tulln. Was der Gastronom nicht gut findet, ist dass „wir genau kontrollieren müssen und an den Grenzen wird ganz einfach durchgewunken.“

Wie Hoffmann mit seinen Veranstaltungen im September und Oktober mit bis zu 400 Leuten tut, da ist er „noch am Überlegen, soll ich überhaupt Ware einkaufen?“

Der Großteil der Gäste hat sich mit den Maßnahmen bereits abgefunden, „allerdings werden wir manchmal noch immer angepöbelt und die Kontrollen werden ins Lächerliche gezogen.“ Hoffmann ist sich ziemlich sicher, dass die Stufe 3 kommen wird. Was den Personalmangel betrifft: „Da gibt es kein Licht am Ende des Tunnels“, bedauert der Gastronom.

Corona-Bauftragter Roland Böhm vom Winzig Extra Large steht ebenfalls hinter den neuen Maßnahmen: „Es ist gut so und man hat verhältnismäßig wenig Aufwand.“ Außerdem befindet sich die Teststation gegenüber, so haben alle unsere Gäste die Möglichkeit, sich testen zu lassen. „Spannend wird es ab der dritten Phase, wo dann die 1G-Regel gilt“, sagt Böhm.

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Josef Floh, Langenlebarn.
privat

An sich herankommen lässt Gastwirt Josef Floh die neuen Maßnahmen und erklärt dazu: „Der Gesetzgeber hält sich an wissenschaftliche Erkenntnisse der Beratungsexperten und wir nehmen diese zur Kenntnis. Wir werden versuchen die Vorgaben entsprechend umzusetzen.“

Auch bei Toni Mörwald wird intensiv kontrolliert und die Maßnahmen werden mitgetragen. „Manchmal sind die Leute richtig erstaunt, aber dankbar für die Kontrollen, das gibt ihnen ein Gefühl der Sicherheit“, weiß der Haubenkoch. Außerdem ist er froh und dankbar, dass er seine Gäste „gut und sicher beherbergen und bekochen kann.“

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