Kuhn und Hufnagl sind "Paaradox sympathisch". Kuhn und Hufnagl lesen und spielen im Danubium Szenen einer Ehe.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 21. Februar 2019 (04:14)
Ela Angerer
Michael Hufnagl und seine Gabriele Kuhn: seit 20 Jahren ein Paar, seit vielen Jahren erfolgreich mit ihrer Kolumne „Paaradox“ im Sonntag-Kurier vertreten und nun auch schon mit dem zweiten Programm auf den Bühnen des Landes live zu sehen.

Am Anfang war das Buch „Paarspalterei“, die Idee erntete derart viel positives Feedback, das Gabriele Kuhn und Michael Hufnagl die Idee in bewährter Zweisamkeit zur wöchentlichen Kurier-Kolumne „Paaradox“ erweiterten. Seit 20 Jahren sind die beiden zusammen, und so findet Woche für Woche sehr viel selbst Erlebtes den Weg in die charmant-witzigen Spalten des Journalistenehepaares. Live erleben kann man die beiden mit „Paaradox 2“ am Freitag, 22. Februar, um 19.30 Uhr im Danubium.

„Wir gehen bewusst und wachen Auges durch unseren Alltag. Dann zoomen wir Kleinigkeiten heraus, machen sie größer und überhöhen sie kabarettistisch“, verrät Kuhn. Egal ob beim Autofahren, Spazierengehen oder im Haushalt, ein kleines Ereignis genügt. „Einer von uns sagt dann: Das wär doch eine Kolumne! Man bekommt eine gewisse Sensibilität dafür“, ergänzt Hufnagl. Dabei sind die Erlebnisse und Eigenheiten keineswegs geschlechterspezifisch, es geht nur um die Partnerschaft. Kuhn führt aus: „Manchmal werde ich von einem Mann angesprochen, dem es genauso ergeht wie mir oder auch Michael von einer Frau. Es hat wirklich rein gar nichts mit Frau/Mann-Rollen zu tun.“

„Der Unterschied ist, dass wir Dinge aufschreiben, uns darüber Gedanken machen und sie dann ins Lustige transformieren.“ Michael Hufnagl

Diese Verschiedenheit ist nicht nur Erfolgsgeheimnis der Kolumne, sondern auch der Anziehung zwischen den beiden. „So haben wir uns ineinander verliebt. Und auch wenn man den anderen manchmal in Kleinigkeiten ändern möchte, bleiben wir dabei: Ich bin ich und du bist du. Wenn man wirklich bereit ist, gemeinsam alt zu werden, dann sollte man sich eher fragen: Was kann ich an mir verändern?“, sagt Hufnagl.

Dabei betonen beide unisono, dass sie natürlich keine Paartherapeuten sind. „Wir leben wie jeder andere auch. Der Unterschied ist, dass wir Dinge aufschreiben, uns darüber Gedanken machen und sie dann ins Lustige transformieren. Das hilft uns, aber wir können anderen keine Ratschläge erteilen“, erklärt Hufnagl. Oder wie Dieter Chmelar einmal scherzhaft zu dem befreundeten Journalistenpaar meinte: „Ich bin mit meiner Frau in eine teure Paartherapie gegangen. Ihr schreibt eure Kolumne und verdient auch noch Geld damit.“

Bewährt und eingespielt ist die Arbeitsweise von Kuhn und Hufnagl: Sie schreibt ihre Kolumne zuerst und er repliziert darauf. „Wir haben es umgekehrt probiert, aber das funktioniert nicht“, erklärt Kuhn, „ich will immer alles schnell und rechtzeitig erledigt haben, Michael schreibt meist erst ganz knapp vor Redaktionsschluss.“ Womit der Ehemann sehr gut leben kann: „Damit habe ich das große Glück zumindest hier das letzte Wort zu haben.“

Das Tullner Publikum im Danubium wiederum hat das Glück die Niederösterreich-Premiere von Paaradox 2 „Schatzi, es geht noch – Jö!“ zu erleben, mit reichlich neuen Inhalten im bewährten Stil mit einem Unterschied. „Bei Paaradox 1 haben wir in mehr als 100 Live-Auftritten viel Bühnenerfahrung gesammelt. Jetzt trauen wir uns auch zu, ein bisschen mehr zu spielen“, verspricht Kuhn.