Hofküche in St. Andrä-Wördern überlebt den Lockdown. Die Hofküche verzeichnet immer noch Kunden zur Mittagszeit, die Kunsthandwerker des Vereins gehen derzeit jedoch leer aus.

Von David Ulrich. Erstellt am 03. Dezember 2020 (03:30)
Da das Essen vor Ort zurzeit in Restaurants und Gaststätten nicht möglich ist, holt Horst Soecknick sein Mittagessen bei Livia Eres in der Hofküche ab.
Ulrich

Beim Verein „Dorfplatz“ hat man vom ersten Lockdown im Frühjahr gelernt. Die Regulierungen sind nicht mehr komplett neu und unbekannt und das wöchentliche Testen des Personals ist weitaus effizienter. „Prinzipiell sind wir schon an den Lockdown gewöhnt“, sagt Barbara Resl, Geschäftsführerin der Dorfplatz STAW GmbH. Am meisten leiden unter den derzeitigen Einschränkungen sowohl die 15 ansässigen Kunsthandwerker, die „schon stöhnen“, als auch die Kultur. Laut Resl ist es jedoch „noch nicht Existenz-bedrohend.“

Die Abholung von Speisen ist werktags zwischen 12 und 14 Uhr möglich, es gibt auch weiterhin den Kuchen des Tages und Salat.
Ulrich

Es sind bereits einige Konzerte und auch der ansonsten jährliche alternative Leopoldimarkt ausgefallen, wobei versucht wird, zumindest einige Veranstaltungen nachzuholen.
Besser geht es derzeit der Hofküche. Dort kann zwar momentan nicht gegessen werden, Mittagessen kann unter der Woche aber abgeholt werden, optional auch im eigenen Behältnis. Ein neues Produkt, die „Hofküche im Glas“, also gekühlte Suppen, Curries, usw. im Einmachglas, verringern außerdem den Lebensmittelabfall der Küche und können zu Hause einfach erwärmt werden.

Der Dorfplatz vermietet auch während des Lockdowns zwei Arbeitsplätze und einen Besprechungsraum. Diese können tageweise gebucht werden und stellen somit eine Alternative zum Home-Office für all jene dar, die zu Hause nicht den Platz oder die Ruhe zum Arbeiten haben. Obwohl die Erwartungen nicht hoch sind, erhofft sich Barbara Resl für Dezember, dass „zumindest die Gastronomie wieder aufsperren kann.“