Hobbypolizisten für den Schulweg in Tulln. Knapp 60 ältere Schüler, Eltern und Großeltern sorgen dafür, dass die Straßen beim Gymnasium und in Neuaigen morgens sicherer sind.

Von Red. Tulln. Erstellt am 20. Oktober 2020 (18:15)
Projektleiterin und Lehrerin Angelika Jezek-Breiteneder (links), Sicherheitsstadtrat Lucas Sobotka (2.v.r.), Direktorin des BG/BRG Tulln Irene Schlager (hinten rechts), die beiden Polizisten Michael Zwick und Dominik Leser sowie Thomas Rudolf von der Stadtgemeinde Tulln (hinten Mitte) mit einigen der freiwilligen Jugendlichen.
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TULLN In einer Kooperation von Stadtgemeinde Tulln, BG/BRG Tulln und Polizei sorgen ab sofort wieder Elternteile und Großeltern in Neuaigen sowie zahlreiche ältere Schüler des BG/BRG Tulln als Schulwegpolizisten dafür, die Sicherheit der Kinder im morgendlichen Verkehr zu erhöhen. Vor ihrem Dienstantritt wurden sie entsprechend geschult und ausgestattet.

Der morgendliche Weg zu Schule und Kindergarten birgt mitunter Gefahrenpotential, denn besonders im Frühverkehr kann es beim Queren von Straßen schnell zu gefährlichen Situationen kommen. Besonders die jüngsten Kinder sind mit diesen Situationen oft überfordert.

43 Oberstufenschüler im morgendlichen Einsatz

Ergänzend zum Einsatz der Polizei wird die Sicherheit am Schulweg für die Kinder im Bereich des BG/BRG Tulln und bei der Bushaltestelle in Neuaigen auch in diesem Schuljahr durch die freiwillige Unterstützung engagierter Schüler und Erwachsener erhöht.

2015 hat die Stadtgemeinde Tulln erstmals engagierte Bürger und Eltern aufgerufen, aktiv zur Schulwegsicherheit beizutragen. Heuer sind beim BG/BRG Tulln insgesamt 43 Schüler der Oberstufe – 36 von ihnen zum ersten Mal – als Schulwegpolizisten aktiv. In Neuaigen sind aktuell 13 Väter, Mütter und Großeltern im Einsatz.

„Ich danke allen, die in Neuaigen täglich und bei jedem Wetter für die Sicherheit der Kinder sorgen, für ihr großartiges ehrenamtliches Engagement. Für mich ist dies ein ganz besonderes Projekt, das zeigt, wie toll ,Miteinander‘ funktionieren kann“, so Stadträtin und Ortsvorsteherin Paula Maringer.

„Wer einmal als Schülerlotse oder Schulwegpolizist tätig war, nimmt das Verkehrsgeschehen sein Leben lang besser wahr.“ Lucas Sobotka, Sicherheitsstadtrat

Alle ehrenamtlich tätigen Personen wurden für ihren Einsatz von der Polizei professionell eingeschult und die Stadtgemeinde Tulln stellt die notwendige Ausrüstung – eine Warnweste, eine Kappe, eine Winkerkelle und einen Ausweis – zur Verfügung.

Die notwendige Unfallversicherung wird vom Land Niederösterreich übernommen.

Sicherheitsstadtrat Lucas Sobotka erklärt: „Schon alleine die Präsenz der Schulwegpolizisten veranlasst Autofahrer dazu, besser auf Kinder zu achten und rücksichtsvoller zu fahren.“

Neuaigen: Paula Maringer, Stadträtin und Ortsvorsteherin von Neuaigen (2.v.l.), stellvertretender Postenkommandant Michael Zwick (ganz rechts) und Thomas Rudolf von der Stadtgemeinde Tulln (ganz links) freuen sich über den Einsatz der ehrenamtlich tätigen Elternteile und Großeltern bei der Schulwegsicherung in Neuaigen.
Stadtgemeinde Tulln

Außerdem: „Wer einmal als Schülerlotse oder Schulwegpolizist tätig war, nimmt das Verkehrsgeschehen sein Leben lang wesentlich besser wahr“, ist der Tullner Sicherheitsstadtrat überzeugt.

Schüler, Elternteile, Großeltern und alle engagierten Bürger haben die Möglichkeit, für alle Schulstandorte Tullns an frequentierten Haltestellen der Schulbusse als „Schülerlotsen“ oder „Schulwegpolizisten“ aktiv zu werden und somit in den Morgenstunden ein wenig Zeit in die Sicherheit der Kinder zu investieren. Interessierte Personen können sich bei der Stadtgemeinde Tulln melden und erhalten weitere Informationen (siehe Infobox).