Postpartner nach Sondersitzung gefunden. ÖVP-Bürgermeister Bauer präsentierte Lösung, aber Lukaschek-SPÖ doch nicht hundertprozentig davon überzeugt.

Von Günter Rapp. Erstellt am 18. November 2019 (05:44)
Symbolbild
privat

Nachdem sich der Gemeinderat in einer Sondersitzung mit der Schließung der derzeitigen Poststelle in Fels beschäftigt hat, dürfte das Thema vorerst einmal vom Tisch sein. Die Sitzung war von der SPÖ-Fraktion beantragt worden. „Die Poststelle ist ab Ende des Jahres in Gefahr“, so SPÖ-Vorsitzende Christine Lukaschek.

Weil auch die Möglichkeit ins Spiel gebracht worden war, eine Poststelle am Gemeindeamt einzurichten, hatte ÖVP-Bürgermeister Christian Bauer diesen Vorschlag prüfen lassen. Allerdings: Weit mehr Argumente sprechen gegen eine von der Gemeinde betriebene Poststelle, als dafür. Nach Aussage des Bürgermeisters sei mit Kosten von ca. 35.000 Euro zu rechnen, für Räume und Personal.

Neue Poststelle wird im „Olivani“ eingerichtet

Doch Christian Bauer hatte bereits eine Lösung parat: „Wenn unser derzeitiger Postpartner zusperrt, wird die Poststelle im Lokal Olivani eingerichtet. Von Inhaberin Anita Nutz gibt es mir gegenüber schon eine diesbezügliche Zusage.“ Dennoch äußerte Lukaschek ihre Bedenken gegen diese Lösung. „Die Öffnungszeiten sind fraglich.“ Darauf der Bürgermeister: „Das muss die Post prüfen. Ich bin froh, dass wir überhaupt jemanden gefunden haben.“

Dennoch setzte SPÖ-Funktionärin Lukaschek nach: „Die Beratungen über diese Lösung fanden ohne SPÖ-Fraktion statt. Wir wurden nicht informiert.“ Meinte der Gemeindechef: „Warum haben Sie mich nicht gefragt. Information ist nicht bloß eine Bringschuld.“

Letztlich nahmen ÖVP- und SPÖ-Mandatare die Information „über den Stand der Dinge“ mehr oder weniger zufrieden zur Kenntnis, wobei ÖVP-Fraktionsobmann Hannes Zimmermann sich zufrieden darüber äußerte, dass einem Postpartner in Verbindung mit einem Wirtschaftsunternehmen doch der Vorzug gegeben wurde.