Tullner FH wächst, Schiele-Volksschule wird sicherer. Zuschuss und Baurechtsvertrag für Fachhochschule sowie Schulverkehrskonzept beschlossen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 14. Juli 2020 (14:32)
Die FH Tulln
FH Tulln/www.tulln.fhwn.ac.at

Seit Gründung des Standorts der Fachhochschule Wiener Neustadt in Tulln ist die Zahl der Studierenden stark gestiegen. Durch das stetige Wachstum und mit Etablierung eines neuen Studienzweiges im Vorjahr wurde auch eine räumliche Ausweitung in Form eines Zubaus dringend notwendig.

Schon beim Bau des bestehenden Gebäudes wurde zu diesem Zweck eine Reservefläche vorgesehen, die nun für den Zubau genutzt werden soll.

In diesem Zubau soll auch das „Haus der Digitalisierung“ des Landes Niederösterreich Platz finden. Umgesetzt wird die Errichtung durch die Fachhochschul-Immobilien GmbH als Projektträger.

Für diese nachhaltig bedeutende Weiterentwicklung des Campus Tulln Technopol beschloss der Gemeinderat:

Finanzieller Zuschuss: Die Stadtgemeinde leistet einen Zuschuss in Höhe von 1,06 Millionen Euro für die Errichtung. Die Gesamtsumme wird über elf Jahre in Tranchen bezahlt.

Baurechtsvertrag: Die Stadtgemeinde gewährt der Fachhochschul-Immobilien GmbH das Baurecht für 50 Jahre.

Wirtschaftsstadtrat Lucas Sobotka: „Der Ausbau der FH und die Errichtung des Hauses der Digitalisierung sind weitere Meilensteine für den Universitäts- und Wirtschaftsstandort Tulln. Es freut mich ganz besonders, dass wir dadurch unserer Jugend zusätzliche attraktive Ausbildungsplätze anbieten können!“

Bereits im Sommer beginnt der Um- und Zubau der Egon-Schiele-Volksschule in der Kirchengasse . Im Zuge dessen werden auch die umliegenden Straßen saniert und ein neues Verkehrskonzept erstellt, das den Kindern im Schulumfeld mehr Sicherheit bieten soll. Vorgesehen ist eine Verkehrsverlagerung weg von der Kirchengasse im Bereich vor der Schule und der Wiener Straße hin zu Karnergasse und Wilhelmstraße.

Zu diesem Zweck soll die Einbahn in der Karnergasse umgedreht werden, sodass man von der Kirchengasse über die Karnergasse in die Wilhelmstraße fahren kann. An der Kreuzung der Karnergasse mit der Wilhelmstraße soll eine Ampel den neuen Verkehrsfluss regeln.

Der Gemeinderat beschloss die Errichtung der Ampel zu Gesamtkosten von 79.150 Euro im August. Damit kann die Ampel bereits vor Beginn der Bauarbeiten an der Volksschule bzw. der dafür notwendigen Sperre der Kirchengasse in Richtung Wiener Straße in Betrieb genommen werden.