Sanierung als Lösung für Filialkirche in Ottenthal . Sachverständigengutachten veranlassten Pfarre zu einer sofortigen Sperre der Filialkirche. Baumaßnahmen stehen im Raum.

Von Günter Rapp. Erstellt am 25. Januar 2020 (03:35)
Die Ottenthaler Filialkirche zum Heiligen Ulrich bleibt derzeit wegen aufgetretener massiver Bauschäden gesperrt.
Rapp

Derzeit ist die Filialkirche in Ottenthal gesperrt. Vorhandene Bauschäden - Sprünge im Gemäuer - und eingeholte Sachverständigengutachten haben die Pfarre Kirchberg am Wagram zu diesem Schritt veranlasst. Die SPÖ-Fraktion im Großriedenthaler Gemeinderat brachte sogar einen Dringlichkeitsantrag ein, der ÖVP-Bürgermeister Franz Schneider dazu veranlassen sollte, nähere Auskünfte über die seitens der Pfarre geplanten Schritte einzuholen.

„Es geht uns vor allem auch darum, mögliche Kosten, die auf die Gemeinde Großriedenthal zukommen könnten, abzuschätzen“, so SPÖ-Gemeinderat Günther Kreuzspiegel. Vom Gemeinderat wurde im Gemeindebudget 2020 bereits ein Betrag von 30.000 Euro als Kostenbeteiligung vorgesehen.

Über die Situation um die Ottenthaler Filialkirche hat sich Bürgermeister Schneider aber ohnedies bereits eingehend informiert. Das Gotteshaus selbst befindet sich im Eigentum der römisch-katholischen Pfarre zum Heiligen Ulrich in Ottenthal. „Manche Ottenthaler denken, dass die Kirche der Gemeinde gehört, das stimmt aber nicht“, sagt Bürgermeister Franz Schneider. Er hat auch nicht die Sperre der Kirche veranlasst, sondern erst nachträglich von dieser Maßnahme erfahren.

Vorläufig werden die Gottesdienste im benachbarten Kultursaal der Gemeinde gefeiert. Eine Dauerlösung könne das aber nicht sein, ist der für die Pfarrexpositur Ottenthal zuständige Kirchberger Pfarrer Maximilian Walterskirchen überzeugt. „Man muss hier eine vernünftige Lösung finden“, sagt der Seelsorger. Vorerst geht es aber darum, die notwendigen Sanierungskosten zu ermitteln und die Finanzierung zu sichern.