Blackout wurde gemeistert. Gemeindestab, Blaulichtorganisationen und Bevölkerung übten Maßnahmen bei Stromausfall.

Von Christa Wallak. Erstellt am 09. Oktober 2019 (03:00)
Wallak
Gemeindekrisenstab (im Bild), Amateurfunker, Polizei, Rotes Kreuz, die Freiwilligen Feuerwehren der gesamten Marktgemeinde und der 2. Zug des Katastrophenhilfsdienstes des Bezirksfeuerwehrkommandos Tulln, insgesamt 144 Personen und rund 20 Fahrzeuge waren im Einsatz.

Unser Alltag ist völlig von Stromversorgung abhängig. Was ist zu tun, wenn Licht, Heizung, Handy, Internet, Bankomat, Supermarktkassen, Tankstellen für längere Zeit nicht mehr funktionieren?

Mit dem Szenario Blackout, wenn also Versorgungsinfrastruktur und Telekommunikation durch einen großflächigen Stromausfall nicht mehr verfügbar sind, befasste sich eine Übung in Großweikersdorf am heurigen Landeskatastrophenschutztag.

Die Gemeindeeinsatzleitung quartierte sich in der Alten Volksschule ein. Nach einem angenommenen gemeindeweiten Stromausfall wurde die Feuerwehr beauftragt, das Notstromaggregat in Betrieb zu nehmen und so in der Einsatzzentrale die Versorgung wieder herzustellen. Im Ernstfall ist auch in allen Feuerwehrhäusern der Katastralgemeinden Notstromtechnik vorhanden.

Eine stromlose Kanalpumpstation Ruppersthal, Strom- und Wasserversorgungsausfälle bei diversen Gewerbebetrieben und der Ausfall der gesamten Kommunikation waren einige der Anforderungen, die das Einsatzteam bewältigen musste. Als Anlaufstelle für die Bewohner wurde in der Rot Kreuz Stelle ein Betroffeneninformationszentrum eingerichtet. Statisten aus der Bevölkerung mit unterschiedlichen Bedürfnissen waren in die Übung eingebunden.

„Durch die Vorbereitung in zwei bereits absolvierten Planspielen zum Katastrophenmanagement verlief die Übung ohne Komplikationen“, zeigte sich Sicherheitsgemeinderat Franz Schober zufrieden.