Beratungsstelle Hebebühne feiert 30 Jahre. „Der Mensch muss in seiner Unterschiedlichkeit betrachtet werden“, so Sven Hergovich.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 19. Juni 2019 (03:56)
Urbanitsch
Maria Nirnsee, Sven Hergovich, Ulrike Königsberger-Ludwig, Mario Danler, Michael Glaser, Ulrike Putz-Alb, Hans Schultheis und Günter Kraft bei der 30-jährigen Jubiläumsfeier.

Der Verein zur Förderung der sozialen Kommunikation und Integration, die Beratungsstelle Tulln, die hier mit drei Mitarbeitern 1989 als Experiment begann, ist zu einem sozialen Unternehmen gewachsen. Im Minoritensaal wurde mit Ehrengästen und Partnerorganisationen das 30-jährige Jubiläum gefeiert. Die Schwerpunkte der Beratungs- und Kursangebote liegen in der Unterstützung von Menschen in der Erwerbslosigkeit in ihren vielfältigen Lebenssituationen.

„Es ist uns gelungen, uns in einem Feld zu behaupten, das recht fordernd und widersprüchlich ist“, so Geschäftsführer Michael Glaser. In seiner Rede bedankte sich Glaser bei Land und Stadt, die „strukturelle und ideologische Strukturen geschaffen haben“. Besonders die Mitarbeiter wurden vor den Vorhang geholt: „Die Mitarbeiter sind die Grundlage all unseres Handelns.“

„Jeder Euro, der hier investiert wurde, ist ein guter Euro, es geht um jeden einzelnen Menschen.“ Ulrike Königsberger-Ludwig

Bei der Podiumsdiskussion sprachen Sven Hergovich, Landesgeschäftsführer AMS NÖ, Landtagsabgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig, sowie Judith Pühringer, Geschäftsführerin Arbeit plus und Günter Kraft, Bezirksstellenleiter AK NÖ über „Aspekte und Herausforderungen der Arbeitsmarktpolitik“.

„Jeder Euro, der investiert wurde, ist ein guter Euro. Aktive Arbeitsmarktpolitik ist wichtig, es geht um jeden einzelnen Menschen“, erklärte Landtagsabgeordnete Ulrike Königsberger-Ludwig und Sven Hergovich betonte: „Der Mensch muss in seiner Unterschiedlichkeit betrachtet werden.“

Auf den Bedarf der Hebebühne in Tulln angesprochen weiß Günter Kraft, dass der Verein hier eine wichtige Einrichtung sei, die „mit Herz und Hirn“ berät und vermittelt.

„Die Mitarbeiter sind die Grundlage all unseres Handelns“

In den letzten 30 Jahren hat sich viel verändert, wie zum Beispiel die höhere Frauenerwerbstätigkeit, auch das „lebensbegleitende Lernen gab es noch nicht in diesem Ausmaß“, weiß die Landesrätin.

Das Non Profit-Unternehmen begann 1989 mit drei Beraterinnen und ist nun mit 52 Beratern an 12 verschiedenen Standorten in Niederösterreich, drei davon in Tulln, aufgestellt. Zusätzlich fördert das Bundesministerium für Familien und Jugend das Angebot der Familienberatung.