Bezirk Tulln ist auf „worst case“ bestens vorbereiten. 900 Einsatzkräfte übten Zusammenspiel, um die Kommunikation im Krisenfall zu optimieren.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 09. Oktober 2019 (03:53)
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Peter Eisenschenk und die Vertreter der Einsatzorganisationen bei der Pressekonferenz.
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Eine „katastrophale Unwetterfront“ war die Übungsannahme bei der Landeskatastrophenschutzübung im gesamten Bezirk, bei der sich 900 Einsatzkräfte der Rettungsorganisationen auf Extremsituationen vorbereiteten.

Die Vergangenheit zeigte, dass „die Rettungskette perfekt funktionierte“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, das „Miteinander ist wichtig und notwendig, Teamwork steht heute auf einer Bewährungsprobe.“ Man müsse sich noch auf größere Katastrophen vorbereiten und diese müssen organisationsübergreifend „geübt, beübt und analysiert werden“, erklärte die Landeshauptfrau.

Dominik Mühlbacher (Bezirkskommando Rotes Kreuz) mit seinem Team nahm ebenfalls an der Übung teil.
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Kompetenz und Know-how sowie ein perfektes Zusammenspiel der Sicherheitsfamilie können im Ernstfall Leben retten. „Dazu sollte man aber alle ins Boot holen“, ist sich Mikl-Leitner sicher. So wird es für die Bürgermeister im Frühjahr 2020 einen Grundkurs im Katastrophenschutz geben. „Denn sie sind die erste Anlaufstelle vor Ort.“

Bei simulierten Katastrophen wie Waldbrand, Hauseinsturz, drohender Dammbruch, Stromausfall, Gefahrengut- und Schiffsunfall wurde das Zusammenspiel geübt.

„Was passieren wird, wird noch wesentlicher dramatischer, Extremwettersituationen vorzubereiten ist das Gebot der Stunde“, so Michael Staudinger, Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

Rund 40 Spezialisten bereiteten acht Monate diese Übung vor. Mikl-Leitner: „Möge nichts passieren, aber wir wollen uns auf den Ernstfall vorbereiten.“

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