Trickbetrüger rufen an: Fälle in Atzenbrugg & Sitzenberg

Erstellt am 19. Januar 2022 | 04:03
Lesezeit: 3 Min
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Die Kautionsbetrüger treten am Telefon freundlich und bestimmt auf, und versuchen ihren Opfern Geld und/oder Schmuck herauszulocken.
Foto: Shutterstock/Igor Stevanovic
Unter dem Vorwand, ein naher Verwandter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, wird versucht, den Angerufenen Geld und/oder Schmuck herauszulocken.

Die Polizei in Atzenbrugg warnt vor dem neuerlichen Auftreten von sogenannten Kautionsbetrügern. Diese geben an, dass ein Angehöriger der Familie in einem Verkehrsunfall verwickelt sei, wobei das Auto des Familienangehörigen keine gültige Versicherung habe und nur durch Übergabe einer gewissen Geldsumme oder Geldeswert eine Festnahme abwenden könne.

Passiert ist das erst vor kurzer Zeit einer Familie in Hasendorf, Gemeinde Sitzenberg-Reidling.

„Anruferin blieb hartnäckig und freundlich“

Eine unbekannte weibliche Stimme mit NÖ Dialekt gab sich als Polizei Tulln aus und versuchte, unter dem Vorwand eines schweren Verkehrsunfalles der Tochter, Bargeld oder Schmuck herauszulocken.

Begründung: Das Auto des anderen Unfallteilnehmers sei schwer beschädigt und die Tochter hätte keine Versicherung für ihr Auto, weshalb sie unbedingt Geld brauche, um die drohende Festnahme abzuwenden.

„In dem länger dauernden Gespräch blieb die Anruferin hartnäckig und freundlich. Das Gespräch wurde erst beendet, als das vermeintliche Opfer auf Nachdruck mit seiner Tochter sprechen wollte und dies naturgemäß nicht möglich war“, schildert der Kommandant der Polizeiinspektion Atzenbrugg, Erwin Häusler. Glücklicherweise wurde das Gespräch beendet, bevor es zu einer konkreten Geldforderung oder Geldübergabe kam.

Im Fall der Fälle sofort 133 oder 112 anrufen

Unmittelbar danach erfolgte die Anzeige. Eine Fahndung im Nahbereich des vermeintlichen Tatortes blieb erfolglos. Es kamen auch keine weiteren Kontaktversuche mehr zustande.

Häusler appelliert daher im Namen der Polizei an die Bevölkerung: „Sollte sich bei Ihnen eine unbekannte Person als Polizei ausgeben und diese Person Geld oder Geldeswert für ein Fallenlassen einer Festnahme einer unbekannten Person fordern, dann rufen sie unverzüglich die Polizei unter der Notrufnummer 133 oder 112 an. Wenn sichtbar, dann notieren sie sich die Telefonnummer des unbekannten Anrufers.“

Keinesfalls sollte man jedoch diesen unbekannten Personen Geld, Geldeswert oder Schmuck übergeben. „Die Polizei würde nie so eine Forderung stellen“, betont Häusler.

Vorfälle auch im Bezirk Amstetten und Wr. Neustadt

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