Orgel der Filialkirche Frauenhofen erklingt neu. In der Filialkirche Frauenhofen wurde die neu restaurierte Orgel von Pfarrer Kowalski gesegnet.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 24. April 2019 (10:37)

„Wir haben allen Grund zu feiern, die fast 400 Jahre alte Orgel klingt wunderschöne und zeigt sich in neuem Glanz“, freute sich der Obmann des „Vereins zur Renovierung und Erhaltung der Kirche zu Maria Heimsuchung in Frauenhofen“, Anton Starkl, bei der feierlichen Segnung des barocken Instrumentes.

Eisenschenk sprach von Orgel-Juwel

Pfarrer Christoph Kowalski sprach seinen Dank aus für die „vorbildhafte Sorge und materielle Unterstützung“. „Besonderer Dank gilt Organistin Elisabeth Deutsch, die die Renovierung vorangetrieben und zu einem Happy End gebracht hat.“

Bürgermeister Peter Eisenschenk sprach von einem Orgel-Juwel und der Kirche als Ort der Besinnung: „Wir werden auch in Zukunft zur Erhaltung des Kulturgutes beitragen, das den Glauben durch Musik unterstützt.“

Während des Festgottesdienstes bot Elisabeth Deutsch einige Kostproben der großen Klangvielfalt der einmanualigen Orgel mit ihren fünf Registern, die auch ohne Pedale ein erstaunliches Klangvolumen aufweist und jetzt auch wesentlich lauter und frischer klingt.

Instrument wurde bereits 1650 erbaut

Obmann Anton Starkl gab in einer Hochrechnung zu bedenken, dass die Königin der Instrumente in ihrer Lebenszeit in Frauenhofen bis jetzt rund 20.000 Mal gespielt wurde.
Gefördert wurde die Sanierung von der Stadtgemeinde Tulln, dem Land Niederösterreich, dem Bundesdenkmalamt und der Diözese St. Pölten. „Ja die Kirche wird noch mehr brauchen, die Wände sind alle feucht, ja wir sind die Katastrophen-Katastralgemeinde“, scherzte Anton Starkl.

Die Kosten der Renovierung beliefen sich auf rund 20.000 Euro.

Im Anschluss an die Festmesse lud der Verein zur Agape vor dem Kirchenplatz.

Erbaut wurde die Orgel in der Wallfahrtskirche um 1650. Zuletzt wurde das Instrument aus der Barockzeit im Jahr 1955 restauriert. Gereinigt wurde sie in den 90er Jahren. In den letzten Jahren waren die Pfeifen schon arg verstimmt, Blasbälge und Windladen waren undicht.

Orgelbaumeister Ferdinand Salomon aus Leobendorf unterzog sie einer gründlichen technischen und klanglichen Reparatur. Auch ein neuer Motor wurde eingesetzt. Die Holzpfeifen, Teile der Windladen und die Registerzüge stammen aus der originalen Orgel der Barockzeit. Übrigens: seit wann das barocke Klang-Juwel in Frauenhofen steht, konnte leider nicht eruiert werden.