Eiben wurden bei Kindergarten ausgegrenzt. Jegliches Risiko für die Kinder wird ausgeschlossen.

Von Monika Gutscher. Erstellt am 10. April 2019 (04:01)
Gutscher
Zwischen den beiden großen Eiben befindet sich der eingezäunte Spielbereich der Kindergartenkinder.

Im Schlosshof wird fleißig am Außenbereich des provisorischen Kindergartens gearbeitet. Dabei ergibt sich für so manchen Spaziergänger ein skurriles Bild: Die Zäune sind mittig angeordnet und erinnern mehr oder weniger an ein „Gehege“. Grund für diese Anordnung sind allerdings die beiden Eiben.

„Durch die Auflage der Kindergartenbehörde ist jegliches Risiko für die Kinder auszuschließen"

Vizebürgermeister Christian Eilenberger erläutert die Situation: „Durch die Auflage der Kindergartenbehörde ist jegliches Risiko für die Kinder auszuschließen. Da die Bäume über 100 Jahre alt sind, wollten wir sie nicht umschneiden.“ Aus diesem Grund befindet sich der Spielbereich für die Kindergartenkinder zwischen den beiden Bäumen.“ Auskunft über diese Eibenproblematik erhielt die NÖN auch von der Vergiftungszentrale: „Kinder interessieren sich sehr für die roten Früchte und nehmen diese auch in den Mund. Das Fruchtfleisch ist nicht giftig, die Kerne aber schon. Diese müssten allerdings zerbissen werden. Dies tun Kinder aber nicht, weil sie nicht gut schmecken. Sie spucken sie wieder aus.“

Da sich von der Bezirkshauptmannschaft Tulln weder Kindergarteninspektorin Rosemarie Fronz noch Wilhelm Schmircher näher mit diesem Thema befasst haben, teilte Marion Gabler-Söllner von der Abteilung Schulen und Kindergärten Folgendes mit: „Da die Eibe zu den Giftpflanzen zählt, versuchen wir sie vom Kindergartenbereich fernzuhalten, um so Gefahrenquellen auszuschließen.“

Seit dem Foto hat sich wieder einiges getan: Es werden Spielgeräte und Sandkisten errichtet. Bald ist der Spielbereich fertig. Auch außerhalb des Kindergartenbereiches wird es einen öffentlichen Spielplatz geben.

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