Dieser Schirm macht Sinn. Über die Kosten der Coronakrise am Beispiel der Stadt Tulln.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 20. Mai 2020 (04:20)

Die Kosten der Coronakrise sind noch sehr schwer abschätzbar. Wir alle hoffen inständig, dass es keine zweite Welle gibt. Die Folgen, vom Arbeitsmarkt über die Wirtschaft bis hin zu unserer Psyche, werden vielfältig und langfristig spürbar sein.

Um bei etwas Vorstellbarem zu bleiben: Die Stadtgemeinde Tulln rechnet aktuell mit einem finanziellen Ausfall von rund 3,5 Millionen Euro. Das entspricht etwa den Kosten des neuen Kindergartens in Neuaigen und der Florahofsaal-Modernisierung. Oder noch greifbarer formuliert: Wer im Monat 1.500 Euro netto verdient müsste dafür fast 170 Jahre lang arbeiten. Andererseits: Na und?

Forderungen nach Hilfsmitteln werden in dieser globalen Krise von allen Seiten laut. Im Idealfall soll natürlich niemand alleine im Virusregen stehen bleiben. Aber wenn ein finanzieller Rettungsschirm Sinn macht, dann für die Gemeinde. Sie ist nicht nur bürgernaher Arbeit- und Auftraggeber, sondern wirkt auch als lokaler und regionaler Wirtschaftsmotor.