„Futures“ sind Vergangenheit. Wolfgang Stritzl über Lucas Miedler, der darauf hofft, den nächsten Schritt zu machen.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 03. Januar 2019 (02:40)

USA statt Australien. Anstatt beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres an den Start gehen zu können, bestreitet Lucas Miedler auf der anderen Seite der Welt Challenger-Turniere in Orlando und Columbus. Erstrundengegner in Florida war der US-amerikanische Qualifikant Jeffrey John Wolf, die Nummer 364 der Welt.

Eine umgreifende Reform im Tennis-Zirkus ist Schuld daran, dass Tullns große Tennis-Hoffnung in der Weltrangliste zurück fiel und den Cut für die Australien-Open-Quali (aktuell: 231) verpassen wird.

Die Änderungen in aller Kürze: Ab 2019 gibt es bei Future-Turnieren keine Weltranglisten-Punkte mehr zu gewinnen. Dafür werden Challenger-Bewerbe mit beispielsweise größeren Rastern (48 statt 32) aufgewertet.

Kurz vor Jahresende wurde Lucas Miedler noch auf Platz 209 geführt. Da ihm allerdings viele Future-Punkte aus der Wertung fielen, folgte mit 31. Dezember ein empfindlicher Rückfall auf Position 285. Kurzfristig wirkt sich die Reform für Lucas Miedler also nachteilig aus, auf lange Sicht ist sie aber ein Schritt hin zu einer Professionalisierung der ATP-Challenger-Tour.

2019 wird für den 22-Jährigen ein entscheidendes Jahr. Um den nächsten Schritt zu machen, sind Erfolge auf Challenger-Ebene fällig. Future-Turniere wären für Lucas Miedler auch ohne Reform Vergangenheit gewesen.