Tullner Donaubühne erst im Sommer 2021. Nach Verschiebungen stehen Termine vorläufig fest.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 20. Mai 2020 (06:02)

So früh wie diesmal war das Programm für die Donaubühne im kommenden Jahr noch nie bekannt. Dahinter steckt wie so oft in diesen Tagen die Coronakrise.

„Wir müssen das Donaubühnenprogramm des heurigen Jahres komplett auf 2021 verschieben“, sagt Kulturmanager Erich Schindlecker. Zwar wird in Österreich ab Ende Mai auch der Kulturbetrieb schrittweise wieder hochgefahren, aber die Beschränkungen sind für das Konzept der Tullner Flussbühne zu knapp bemessen.

„Glücklicherweise konnten wir alle Künstler, die 2020 auftreten sollten, überzeugen jetzt eben erst 2021 in Tulln zu spielen.“Erich Schindlecker

„Unser Programm ist nach den finanziellen Möglichkeiten für eine gewisse Anzahl von Besuchern, die auch adäquat für unsere Bühne ist, gemacht“, erklärt Schindlecker weiter. Und die für Zahlveranstaltungen erforderliche Besucheranzahl sei mit dem Corona-Reglement schlicht und einfach nicht umsetzbar.

„Glücklicherweise konnten wir alle Künstler, die 2020 auftreten sollten, überzeugen jetzt eben erst 2021 in Tulln zu spielen“, so Schindlecker. Bereits erworbene Karten behalten 2021 ihre Gültigkeit. So viel zur Donaubühne.

Wie steht es um TullnKultur im Danubium? Hier ist der Kalender im Herbst/Winter 2020 dank Verschiebungen aus dem Frühjahr und neuer Termine so dicht gedrängt belegt wie noch nie (siehe Infobox unten).

Die aktuelle Lage im Kulturbetrieb umschreibt Schindlecker mit einem Wort: „Wahnsinn!“ Warum, sei leicht erklärt: „Wir arbeiten, planen, verschieben, organisieren derzeit sehr, sehr viel. Aber wir können nicht mit Sicherheit sagen, wann diese Arbeit wieder Früchte trägt oder ob es nicht am Ende verderbliche Ware wird.“

Was den Rücktritt von Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek angeht, zitiert Schindlecker den Tullner Kabarettisten Lukas Resetarits: „Ich würde sagen: Das ist jetzt eh schon wurscht!“